Nato-Gipfel: Der Ungeist von Ankara
Man kann es drehen und wenden, wie man will: Der Krieg rückt näher. Was 2022 – oder 2014, je nach Lesart – als regional begrenzter Konflikt in der Ukraine begonnen hat, greift immer mehr auf Russland und EUropa aus. Der Nato-Gipfel in Ankara wird daran nichts ändern, im Gegenteil.
Das Treffen beim türkischen Sultan Erdogan steht im Zeichen der Eskalation – und des Misstrauens zwischen der unberechenbaren Führungsmacht USA und den Europäern. Sie wollen Präsident Trump beweisen, daß sie “liefern” und die USA entlasten, aber auch die Ukraine verteidigen.
Den Vorwurf Trumps, die europäischen Leistungen seien „lächerlich“, kontert Kanzler Merz mit mehr Geld für die Aufrüstung und die Ukraine. Er werde dafür kämpfen, dass „ein Geist von Ankara“ entstehe, kündigte Merz an. „Wir bauen eine europäischere Nato, damit diese Nato transatlantisch bleiben kann“.
Eine Nato ganz im Dienst der Ukraine
Doch zunächst bauen die Europäer eine “Nato für die Ukraine”. 140 Mrd. Euro sind dafür eingeplant. Erste “Erfolge” sind bereits sichtbar: Seit Jahresbeginn haben ukrainische Drohnen mindestens 194mal russische Raffinerien getroffen. Die Ölproduktion ist eingebrochen, Moskau muß Benzin importieren.
Möglich wurde es mithilfe westlicher Geheimdienste, die nicht nur die Zieldaten liefern, sondern Kiew auch dabei helfen, die Luftabwehr zu umgehen. Wegen der westlichen Unterstützung habe sich die russische “Spezialoperation” in einen realen Krieg verwandelt, räumt Kreml-Sprecher Peskow ein.
Plötzlich spricht der Kreml von Krieg
Daß man im Kreml plötzlich von Krieg spricht, wird in Nato-Kreisen als Erfolg betrachtet. Man sei auf einem guten Weg, meint Nato-Generalsekretär Rutte. Ukraines Präsident Selenskyj behauptet sogar, mit anhaltender Nato-Hilfe könne er Kremlchef Putin an den Verhandlungstisch bomben.
Putins Reaktion bestätigt dies aber nicht. Vielmehr sieht es so aus, als gerate der Krieg immer mehr außer Kontrolle. Moskau und Kiew greifen sich mittlerweile nicht mehr nur mit Drohnen an, sondern sogar mit ballistischen Raketen. Der Krieg schwappt längst auf das Baltikum und das Mittelmeer über.
Beim letzten Nato-Gipfel in Den Haag hatte Trump noch versucht, Frieden zu bringen. In Ankara ist davon keine Rede mehr. Die “europäische Nato” stellt sich ganz in den Dienst der Ukraine – ohne militärische Sicherungen oder diplomatische Initiativen. Der “Geist von Ankara” verheißt deshalb nichts Gutes…
Siehe auch “Die deutschen Nato-Pläne” (Newsletter). Mehr News zum Nato-Gipfel hier
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8. Juli 2026 @ 16:49
Es ist für mich unübersehbar, dass der Westen den Krieg mit Russland wollte und immer dreister die Ausweitung mit immer mehr und tödlicheren Waffenlieferungen incl. zugehöriger Unterstützung betreibt. Egal wie viele Menschen dafür in den eigenen Ländern finanziell und in den direkten Konfliktländern dazu mit Not, Tod und Zerstörung leiden.
Das hinterhältige verlogene Gewäsch, alle wollten selbstverständlich den Frieden ist inzwischen bis zum Erbrechen so total abgedroschen, billigst und hochnotpeinlich, einfach nur noch zum Schämen.
Leider konnte und kann ich von unserer Regierung absolut nichts erwarten, was einen Friedensansatz auch nur erahnen lässt.
Wie dieser Natogipfel wieder zeigt, gilt für unseren Kanzler fast nur noch “Rüstung Rüstung über alles in der Welt, wenn auch dadurch die Ukraine, Deutschland und der Rest der Welt zusammenfällt”
Wer wundert sich noch, dass immer weniger Menschen bereit sind Kinder in diese Welt zu setzen? Erst wird die dringend erforderliche Erziehungszeit der Eltern für die Interessen der Wirtschaft ständig weiter beschnitten, die Eltern sollen gefälligst früher, mehr und länger für das Bruttosozialprodukt und die Aufrüstung arbeiten und wenn die Kinder aus dem gröbsten heraus sind, sollen sie kriegstüchtig und willig sein um die Interessen des Systems mit Leib und Leben zu verteidigen.
Ich hoffe, diese Akteure haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht,
8. Juli 2026 @ 13:37
Handelsstop – bedeutet das jetzt, keine Coca-Cola mehr für Spanien? McDonald zieht sich aus Spanien zurück und Teslas gibt’s auch keine mehr?
8. Juli 2026 @ 11:03
Gerade kam in der WELT die Eilmeldung, dass The Donald ab sofort einen Handelsstopp mit dem “schrecklichen Partner” Spanien verhängt.
Man darf jetzt gespannt sein, ob unser aller Kanzler gemeinsam mit Rutte wieder mal auf der eigenen Schleimspur ausrutschen und sofort ihrerseits Maßnahmen gegen den Abweichler versprechen. Durften wir unlängst beobachten.
Je suis Sanchez, kann ich dazu nur sagen. 😉
8. Juli 2026 @ 12:14
Sanktionen gegen Spanien, ist doch klar, heute noch! Und schleunigst den POTUS fragen, was man noch mehr für ihn tun kann …