Brüssel will Tech-Konzerne für Wahl-Überwachung einspannen

Der “europäische Demokratieschild” ist ein Lieblingsprojekt von EU-Kommissionschefin von der Leyen. Nun sind erste Details durchgesickert – sie bestätigen alle Befürchtungen.

Von der Leyen plant offenbar nicht nur, die Wahlen in der EU und in den Kandidatenländern zu regulieren und zu überwachen. Sie will dafür auch die großen Tech-Konzerne einspannen.

Wie Reuters berichtet, sollen Technologieunternehmen, die den EU-Kodex gegen Desinformation unterzeichnet haben, verpflichtetet werden, mögliche Gefahren für Wahlen analysieren.

Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf Deepfakes und mit KI erzeugten Videos liegen. Dies geht laut Reuters aus einem Vorschlag hervor, den die Kommission im kommenden Monat vorstellen will.

Es geht gegen Russland

Nach dem Gesetz über digitale Dienste (DSA) müssen Konzerne wie Alphabet, Microsoft, Meta und TikTok bereits jetzt stärker gegen illegale und schädliche Inhalte vorgehen.

Mit dem “europäischen Demokratie-Schild” könnten ihnen weitere Verpflichtungen auferlegt werden. So sollen sie künftig auch auf “hybride Bedrohungen” reagieren.

Gemeint ist vor allem Russland. Die EU will Wahlen gegen angebliche russische Einflussversuche absichern. Was das bedeutet, wurde zuletzt in Rumänien und Moldau deutlich.

VdL will die Regie übernehmen

In Moldau haben Brüssel und Berlin selbst massiv in die Wahl eingegriffen, um angebliche Manipulationsversuche aus Russland abzuwehren. Kanzler Merz hatte sogar einen Wahlkampfauftritt.

In Rumänien wurde ein angeblich pro-russischer Kandidat von der Präsidentschaftswahl ausgeschlossen. Danach wurde die Wahl mit pro-europäischen Kandidaten wiederholt.

Bisher tat die EU-Kommission immer so, als habe sie mit all dem nichts zu tun. Nun will die Behörde, die man weder wählen noch abwählen kann, selbst die Regie übernehmen – und sogar US-Konzerne einspannen…

Siehe auch EUropas “Demokratieschild” – ein Schlag gegen die Demokratie?