EUropas “Demokratieschild” – ein Schlag gegen die Demokratie?

Es ist ein Herzensanliegen von EU-Kommissionschefin von der Leyen: der neue “Demokratieschild”. Doch was bisher geplant ist, klingt eher wie ein Schild gegen die Demokratie.

Zufälle gibt’s!

Am selben Tag, da ein französisches Gericht in Paris die Favoritin der französischen Wähler aus dem Rennen um die Präsidentschaftswahl 2027 genommen hat, hat die EU-Kommission in Brüssel eine öffentliche Konsultation zum “Demokratieschild” gestartet.

Der “democracy shield” ist ein Herzensanliegen von Kommissionschefin von der Leyen.

Die CDU-Politikerin wurde zwar nicht von den Bürgern in ihr Brüsseler Amt gewählt, bei der letzten Europawahl ist sie nicht ‘mal angetreten. Im EU-Parlament hat sie nur mit Müh und Not eine (knappe) Mehrheit erlangt.

Doch genau diese Mehrheit aus Europäischer Volkspartei, Sozialdemokraten, Liberalen und Grünen gilt es nun zu verteidigen. Allerdings nicht gegen die Opposition – die gibt es in Brüssel ohnehin nicht. Sondern gegen “Desinformation” und “ausländische Informationsmanipulation”.

Brüssel sucht neue Gefahren

Dies ist laut Ausschreibung das wichtigste Ziel des “Schilds”. Danach kommen “Gewährleistung der Fairness und Integrität von Wahlprozessen” (wie in Rumänien?) und “Stärkung gesellschaftlicher Resilienz und Krisenvorsorge”, wozu auch “digitale Kompetenzen und Medienkompetenz” zählen.

Es soll also vor allem um Medien und dort vor allem um die sog. sozialen Medien gehen. Ich habe mich in Brüssel umgehört und erfahren, dass die Kommission eine Art DSA 2.0 plant. Das “Demokratieschild” baut auf dem Internet-Gesetz DSA auf und will dafür sorgen, dass es “wasserdicht” wird.

Doch wo lauern die größten Gefahren? – Weiterlesen hier (Newsletter). Siehe auch “Protect EU – Der Feind ist überall”