So scheitert die „Klimakanzlerin“

Wenn die EU-Länder weitermachen wie bisher, werden sie die selbst gesteckten Klimaziele verfehlen. Auch Deutschland hinkt hinterher – die „Klimakanzlerin“ Merkel hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht.

Vor allem die Abkehr von Verbrennungsmotoren und die Einführung CO2-armer Verkehrsträger verlaufe in Deutschland und anderen EU-Ländern zu schleppend, warnt der Europäische Rechnungshof in einem Prüf-Bericht.

Einer anderen Studie zufolge könnte Deutschland auch das EU-Ziel für den Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch deutlich verfehlen.

2020 soll der Anteil bei 18 Prozent liegen – unter aktuellen Bedingungen dürfte er aber nur auf 16 Prozent klettern, wie der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) errechnet hat.

Das sind miese Werte für eine Regierung, deren Chefin sich mal als „Klimakanzlerin“ feiern ließ – und die noch auf dem G-20-Gipfel in Hamburg versuchte, den USA Lektionen zu erteilen.

Leider ist auch das kein Thema im Wahlkampf. Dabei ist Deutschland der größte Produzent von Treibhausgasen in Europa. Wenn wir nicht sauberer fahren und produzieren, wird auch die EU scheitern…

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10 Responses to So scheitert die „Klimakanzlerin“

  1. Peter Nemschak 20. September 2017 at 14:37 #

    Klimaschutz bedeutet eine veränderte Steuerpolitik bei der Besteuerung fossiler Brennstoffe. Das ist höchst unpopulär.

    • ebo 20. September 2017 at 15:05 #

      Stimmt. Dabei ist es gar nicht so schwer. Deutschland müsste einfach nur die Steuervergünstigung für Diesel abschaffen, um nur ein Beispiel zu nennen.

      • F.D. 20. September 2017 at 16:49 #

        Hallo? Ich tanke Diesel!

      • ebo 20. September 2017 at 17:10 #

        Ja und?

  2. Peter Nemschak 20. September 2017 at 17:49 #

    @ebo F.D. bestätigt, dass ihm ein niedriger Dieselpreis am Herzen liegt. Wollen Sie ihn und viele andere vergrämen, noch dazu so kurz vor der Wahl?

    • ebo 20. September 2017 at 18:00 #

      Ich dachte, Sie sind gegen Subventionen und Steuer-Privilegien? Diesel gehört normal besteuert. Wer sich betrogen fühlt, soll sich an den Finanzminister und den Hersteller wenden. In Bayern bietet sich auch Dobrindt an

      • Peter Nemschak 20. September 2017 at 18:37 #

        Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass die Menschen gegen Subventionen und Steuerprivilegien der jeweils „Anderen“ sind? Ähnlich ist es mit dem Wettbewerb. Jeder fühlt sich als Opfer und versucht, die aus seiner Sicht zu viel gezahlten Steuern in irgendeiner Form zurückzuholen. Geldillusion ist ein konstitutives Merkmal des homo oeconomicus. Daher haben die Politiker das Prinzip linke Tasche/rechte Tasche zur Perfektion getrieben.

  3. Claus 20. September 2017 at 18:47 #

    Ich glaube nicht, dass sich das Weltklima von irgendwelchen irdischen Steuervergünstigungen beeindrucken lässt. Bezieht man sich auf seröse wissenschaftlichen Quellen – die gibt es wirklich, haben aber in Sachen Klima Hausverbot im politisch-medialen Mainstream – spielen auch Themen wie der Diesel in Bezug auf Klimabeeinflussung absolut keine Rolle.
    Weder die EU noch Deutschland tun sich damit hervor, existentielle Themen in den Griff zu bekommen, träumen aber davon, den angeblich durch Menschen verursachten Klimawandel weg zu subventionieren?
    Klimawandel hat es ohne anthropogenes Dazutun immer schon gegeben, und vor 1.000 Jahren war es so warm, dass man im Sommer entspannt auf der eisfreien Nord-West-Passage hätte längsschippern können, was bis heute noch nicht wieder möglich ist.
    „Treibhausgase“ als „Fake News“ in ihrer schönsten Form zum Abgreifen von immer mehr Steuergeldern?
    Resümee: Abseits grün-ideologischer Kampfzonen im sinnvollen Umfang Umwelt und Ressourcen schonen.
    PS: Ich liebe meinen Diesel – und in Indien oder China könnte man ihn als Luftreiniger einsetzen.

  4. Baer 21. September 2017 at 08:44 #

    @Klaus mein Respekt.Endlich jemand der begriffen hat wie es wirklich läuft.Braunkohle Kraftwerke in Indien und China ohne Ausweitungsstop und Ausstoßbegrenzung bis 2050.Benziner sind die weitaus größeren Dreckschleudern,aber auf dem Diesel herumreiten.Der Anteil der weltweiten Abgasbelastung an der gesamten Belastung beträgt gerade mal 2%.Mit welchem Sachverstand will man erklären, das dieser Sachverhalt mit einem derartigen Aufwand bekämpft wird. Der weltweite Bevölkerungszuwachs trägt weitaus mehr zur Klimaveränderung bei ,aber darüber wird nicht geredet,denn man braucht ja billige Arbeitskräfte.
    Und nun noch ein wenig Provokation.Was glauben wir Menschen ,die übrigens durch reinen Zufall entstanden sind, eigentlich,das Weltklima beeinflussen zu können und ein Recht auf ewiges Leben gepachtet zu haben?

    • ebo 21. September 2017 at 09:51 #

      Lies mal den Bericht des Rechnungshofs zur EU-Klimapolitik. Deutschland hat die meisten Emissionen, der größte Anteil kommt dabei vom Straßenverkehr. Hier muss die nächste Regierung etwas tun, wenn sie es mit dem Klimaschutz ernst meint. Mein Eindruck ist, Merkel meint gar nichts ernst, es geht ihr nur um den Machterhalt…

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