Davutoglus unversch채mte Forderungen

F체r Kanzlerin Merkel ist die T체rkei der “Schl체sselpartner” der Fl체chtlingskrise. Doch das Land verh채lt sich wenig partnerschaftlich, wie die j체ngsten Forderungen von Regierungschef Davutoglu zeigen.

W채hrend der n채chtlichen Kungelrunde, die Merkel vor dem EU-Gipfel mit dem Statthalter von Sultan Erdogan in Br체ssel hatte, kamen laut “Politico” massive neue Forderungen auf den Tisch:

  • Die fertige Einigung mit Br체ssel 체ber die R체ckf체hrung von Fl체chtlingen in die T체rkei soll aufgeweicht혻werden.
  • Die T체rkei fordert Visa-Erleichterungen (sprich: freie Einreise) f체r alle T체rken – und zwar m철glichst sofort.
  • Die EU soll zusagen, die Beitrittsverhandlungen noch schneller voranzutreiben – trotz der Zeman-Aff채re.
  • Und nat체rlich fordert Davutoglu mehr Geld von der EU,혻statt 3 Mrd. will er bis zu 15 Mrd. Euro!

Leider wurde nicht bekannt, wie sich Merkel zu diesen unversch채mten Forderungen stellt. Klar ist, dass sie eine Einigung beim EU-Gipfel massiv erschweren – wenn nicht unm철glich machen.

Aber die deutsch-t체rkische Achse d체rfte auch das 체berleben, oder? – Mehr dazu hier

 

 

 

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9 Responses to Davutoglus unversch채mte Forderungen

  1. Peter Nemschak 7. M채rz 2016 at 18:16 #

    Was ist eigentlich mit den anderen Gro횩en los, vor allem Gro횩britannien und Frankreich?Ohne unit챕 de doctrine macht man sich zu sehr von der T체rkei abh채ngig. St철rend, dass sich die EU den T체rken ausliefern muss, mangels politischer Einheit und milit채rischer Entschlossenheit. Was hier derzeit abl채uft, spricht f체r einen europ채ischen Bundesstaat, der seine Nachbarschaft beherrscht und seine Vorstellungen und seinen Willen durchsetzt, wenn es sein muss auch mit Gewalt. Das materielle Potenziell w채re dazu im 횥berma횩 vorhanden. Es fehlt an einer gemeinsamen Strategie. Europa muss sich endlich daran gew철hnen, den R체ckzug der USA aus der Region vollinhaltlich zu ersetzen. Als Assad die rote Linie 체berschritten hat, w채re der Zeitpunkt zum Einschreiten Europas gekommen gewesen mit der T체rkei in der Zuschauerrolle.

  2. GS 7. M채rz 2016 at 18:26 #

    Merkel hat Deutschland und die EU an die T체rkei verkauft. Man kann’s leider nicht anders ausdr체cken. Es macht mich auch fassungslos, dass die Mitglieder des Bundestages Merkel nicht endlich stellen. Die scheinen wohl alle in der Parallelwelt zu stecken, in der sich Maas und sein Pressesprecher gestern bei Anne Will befunden haben.

    • Peter Nemschak 7. M채rz 2016 at 19:09 #

      Es geht nicht um Merkel sondern um die politische und daraus folgende milit채rische Schw채che der EU im Nahen und Mittleren Osten die Ereignisse in ihrem sinn zu steuern. Eine Teilbesetzung Syriens an der K체ste mit einer Flugverbotszone und einer sicheren Enklave f체r B체rgerkriegsvertriebene, verwaltet von der EU, h채tte uns den Fl체chtlingsstrom nach Europa weitgehend erspart. Nachdem Deutschland auf Grund seiner Geschichte milit채risch eingeschr채nkt ist, h채tten Gro횩britannien, Frankreich und Italien gemeinsam diesen gew체nschten milit채rischen Zustand herstellen m체ssen und auch k철nnen.

      • kaush 7. M채rz 2016 at 22:18 #

        @Peter Nemschak

        Wo leben Sie eigentlich?

        Der gescheiterte Putsch gegen Assad wurde doch von den USA, Frankreich und England initiiert. Das sind die Hauptverantwortlichen f체r das Leid der Menschen in und um Syrien.

        Die EU beteiligt sich au횩erdem mit einem vollst채ndigen Embargo gegen Syrien seit 2011 am Wirtschaftskrieg.

        Keine Lebensmittel, keine medizinischen G체ter seit 2011 – so sieht der humanistische Imperativ der EU f체r die syrischen Menschen aus: Aushungern.

      • GS 7. M채rz 2016 at 23:03 #

        Sorry, Deine Darstellungen werden immer abenteuerlicher. Selbstverst채ndlich geht es um Merkel. Um niemand anderen.

  3. kaush 7. M채rz 2016 at 18:55 #

    “Die T체rkei hat ihre 체berraschenden Forderung an die EU offenbar durchgebracht: Die EU ist einem Abkommensentwurf zufolge bereit, der T체rkei bis Ende 2018 sechs Milliarden Euro zur Versorgung syrischer Fl체chtlinge zu zahlen und damit doppelt so viel wie bisher zugesagt, meldet Reuters. Au횩erdem ist die EU offen f체r die Aufnahme syrischer Fl체chtlinge direkt aus der T체rkei, wie aus dem Entwurf hervorgeht, der Reuters am Montag in Br체ssel vorlag…”
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/03/07/erfolg-fuer-erdogan-tuerkei-erhaelt-doppelt-so-viel-geld-von-der-eu/

    Wie schon mal gesagt: Merkel sorgt daf체r, dass wir den Krieg der T체rkei in Syrien und im eigenem Land gegen die Kurden, finanzieren.

    6.000 Millionen Euro. Sch철nes Geld…

  4. Johannes 7. M채rz 2016 at 21:15 #

    Och, 50% der Gesamtsumme wird man uns Deutschen abkn철pfen. Damit auch ja der Ruf Deutschlands als “Zahlmeister Europas” erhalten bleibt.

    Also muss der Rest von Europa nur mickrige 3 Millarden Euro auftreiben.

    Herr Bonse, was regen sie sich denn auf, wir Deppen in Deutschland werden den gro횩teil der Rechnungen 체bernehmen. Deutschland muss bluten, genau das w체nschen sich doch alle Griechenlandfans seit vielen Jahren hier auf dem Blog, also freut euch 윑

    • ebo 7. M채rz 2016 at 23:39 #

      Alles Merkels Idee…

  5. Peter Nemschak 8. M채rz 2016 at 07:26 #

    @kaush Halbherziges und strategieloses Eingreifen stiftet, da gebe ich Ihnen recht, mehr Schaden als Nutzen. Das Hauptinteresse Europas am syrischen B체rgerkrieg h채tte darin bestehen m체ssen, seine Folgen f체r Europa abzuwenden, durch Ma횩nahmen, wie ich sie beschrieben habe. Dar체ber hinaus Partei in einem B체rgerkrieg zu ergreifen ist problematisch. Irgendwann stellt sich bei den Konfliktparteien ohnedies Kriegsm체digkeit ein, so ferne man nicht 횜l ins Feuer gie횩t.

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