Abschied vom Aufschwung

Die neue EU-Kommission hat die Herbstprognose vorgestellt, die noch vom alten Team angefertigt worden war. Und siehe da: Brüssel verabschiedet sich vom “Aufschwung”, Deutschland ist keine “Konjunkturlokomotive” mehr.

Die deutsche Wirtschaft wird laut Kommission nach dem negativen Frühlingsquartal auch im dritten Quartal mit null Prozent stagnieren. Damit befinden wir uns am Rande der Rezession.

Die gesamte Eurozone soll zwar 2015 wieder um 1,1 Prozent wachsen. Doch das ist schwächer als erwartet, Deutschland liegt gerade mal im Durchschnitt. Echte Zugpferde gibt es keine mehr.

Wer nun glaubt, dass das neue Juncker-Team mit der gescheiterten alten Politik bricht, sieht sich getäuscht. Sogar der Franzose Mosocovici predig Strukturreformen, “fiskalpolitische Glaubwürdigkeit” und Investitionen ohne Schulden.

Eine Abkehr vom Austeritätskurs will er nicht mehr fordern, “Konsolidierung ist eine Notwendigkeit”. Und woher die Investitionen kommen sollen, bleibt weiter ein Geheimnis. – Mehr hier 

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