Warum Juncker noch gebraucht wird

Deutschland treibt die EU mit seiner Politik in eine Legitimationskrise. Gleichzeitig will und kann Berlin diese Krise aber nicht selbst lösen. Deshalb wird Brüssel noch gebraucht – auch wenn es unbeliebt ist.

FOLGE 9 einer zehnteiligen Serie zur Krise im deutschen Europa.

Seit ungefähr einem halben Jahr führen die konservativen Eliten in Deutschland eine massive Kampagne gegen die EU-Kommission und ihren Chef Juncker. Erst sollte er für den Brexit den Kopf hinhalten.

Dann hieß es, er habe bei TTIP und CETA versagt – dabei waren es die Regierenden in Berlin, die Brüssel im Streit um den Freihandel, der vor allem in Deutschland tobt, allein im Regen stehen ließen.

Schließlich kam noch der Vorwurf, Juncker sei als Chef einer “politischen Kommission” ungeeignet, die (deutschen) Sparvorgaben umzusetzen. Finanzminister Schäuble sagt dies bei jeder Gelegenheit.

Doch die Erwartung, Berlin wolle Juncker loswerden, führt in die Irre – auch wenn die Presse sie genüsslich nährt. Denn Juncker wird noch gebraucht – um das deutsche EUropa zu legitimieren.

Der zehnte und letzte Teil folgt in den nächsten Tagen. Wer nichts verpassen will, kann hier tägliche Updates bestellen.

 

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One Response to Warum Juncker noch gebraucht wird

  1. Cottin 15. Januar 2017 at 18:57 #

    Verstehe ich nicht..! Europa ist Brüssel und wenn Herr Juncker das nicht kommuniziert , hat er versagt.

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