Vom Brexit zum Dexit?

Die deutsche Regierung wollte den Grexit. Stattdessen kam der Brexit, den die Bundesregierung nicht wollte. Folgt als Nächstes der Dexit – der deutsche EU-Austritt?

Wohl kaum. Die Zugehörigkeit zur EU ist für die übergroße Mehrheit der Deutschen nicht verhandelbar. Ohne den Binnenmarkt und den Euro würde Deutschland wirtschaftlich abschmieren.

Dennoch hat die AfD nun den Dexit gefordert – gegen den erklärten Willen ihres Noch-Vorsitzenden (und Europapabgeordneten) Jörg Meuthen.

Im Wahlprogramm heißt es jetzt: “Wir halten einen Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union und die Gründung einer neuen europäischen Wirtschafts- und Interessengemeinschaft für notwendig.”

Das ist ein krasser Kurswechsel. In ihrem Programm für die Europawahl 2019 hatte die AfD ihre Haltung zu einem möglichen EU-Austritt noch vorsichtiger formuliert.

Damals hieß es: “Sollten sich unsere grundlegenden Reformansätze im bestehenden System der EU nicht in angemessener Zeit verwirklichen lassen, halten wir einen Austritt Deutschlands oder eine geordnete Auflösung der Europäischen Union und die Gründung einer neuen europäischeVom Grexit zum Brexit – und nun der n Wirtschafts- und Interessengemeinschaft für notwendig.”

Der plötzliche Sinneswandel zeigt, dass sich die radikalen Kräfte in der AfD immer mehr durchsetzen – und dass Meuthen die Führung entgleitet.

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