Update GPS-Vorfall: Zweifel an offizieller Darstellung

Die Nato will den Schutz vor Störangriffen auf zivile Flugzeuge verbessern. Die Allianz arbeite daran, sagte Nato-Generalsekretär Rutte. „Wir nehmen den Vorfall sehr ernst“, betonte Rutte. Die Störung sei Teil einer komplexen Kampagne hybrider Bedrohungen durch Russland. Doch genau daran gibt es zunehmend Zweifel. Dafür sorgen nicht nur die – durchgehend guten – GPS-Signale, die Dienste wie Flightradar24 oder ADS-B Exchange aufgezeichnet haben. Dafür sorgt auch die EU-Kommission selbst. Sie hat nämlich keine eigenen Erkenntnisse, sondern verlässt sich auf Angaben der bulgarischen Behörden. Zudem konnte sie nicht bestätigen, daß und wie lange der Flug mit Behördenchefin von der Leyen durch den angeblichen Vorfall verspätet wurde. Russland hat alle Vorwürfe zurückgewiesen. Von der Leyen konnte sicher landen und eine Munitionsfabrik besichtigen…

Siehe auch GPS-Vorfall an der Ostfront

P.S. Trotz der Brisanz will Bulgarien nicht zu dem GPS-Vorfall ermitteln. “Es gibt keinen Grund, eine Untersuchung einzuleiten”, sagte der bulgarische Regierungschef Rossen Scheljaskow in Sofia. Störungen wie diese würden “nicht als hybride Bedrohungen oder Cyberbedrohungen” eingestuft. Damit widerspricht er Nato-Chef Rutte…