Tusk spielt nun auch “House of Cards”

US-Präsident Trump hält die Welt mit Tweets in Atem, EU-Ratspräsident Tusk hechelt atemlos hinterher. Doch nun, pünktlich zum beginnenden Europawahlkampf, hat der Pole ein neues Medium entdeckt.

Er ließ ein Video drehen, das Tusks Aufgaben im Herbst illustrieren soll. Eigentlich ist das ziemlich langweilig – ein EU-Gipfel ist eben kein Thriller, die spannendsten Szenen spielen sich ohnehin hinter verschlossenen Türen ab.

Doch Tusk verfiel auf einen Trick: mit rasanten Schnitten, dramatischer Musik und allerlei Klimbim setzt er auf den Netflix-Effekt. Das Video wirkt, als sei Tusk der Chef des europäischen “House of Cards”.

Allerdings lenkt es von den realen Problemen ab – zum Beispiel dem, dass Tusk seinen Laden nicht mehr im Griff hat. Obwohl er vor einem Jahr eine wohlklingende “Leader’s agenda” aufsetzte, wurde fast nichts umgesetzt.

Die letzten EU-Gipfel haben nicht mehr geliefert – vielleicht weicht Gipfelchef Tusk auch deshalb auf ein neues Medium aus. US-Präsident Trump kann er damit allerdings noch nicht die Stirn bieten.

Auf Twitter wurde das Video wurde nur 1000mal geliked – vielleicht Tusk es mal bei YouTube versuchen? Als “Influencer” könnte er dort womöglich mehr erreichen als in Brüssel…

 

Siehe auch “Nicht Netflix-tauglich”

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