Trump blamiert Mogherini & Co.

Als die EU-Außenbeauftagte Mogherini noch italienische Außenministerin war, traf sie sich mit Zar Putin, um bessere Beziehungen zu Russland einzuleiten. Heute darf sie das nicht mehr – dafür macht es US-Präsident Trump. 

Der neue Lieblings-Feind der EUropäer hat nun endlich ein Treffen mit Putin anberaumt – am 16. Juli in Helsinki. Also in Europa, sogar in einem EU-Land. Und das nur wenige Tage vor dem Nato-Gipfel.

Besser wäre es natürlich gewesen, wenn Mogherini dieses Treffen organisiert hätte – und die EU mit am Tisch säße. Denn es sieht doch irgendwie blöd aus, wenn in Europa Weltpolitik gemacht wird – ohne Europäer.

Doch die Außenpolitik ist unter Mogherini in eine ganz andere Richtung abgedriftet. Statt auf Entspannung setzt sie auf Kalten Krieg. Dies zeigt auch der EU-Gipfel, der von dem Trump-Termin kalt erwischt wurde.

Dort feierten die EU-Strategen gerade ihre Annäherung an die Nato. Zudem trieben sie ihre umstrittene “Verteidigungsunion” voran, die unter anderem Panzer-Autobahnen gen Osten vorsieht – mit Ziel Russland.

Von Mogherini war denn auch wenig zum Treffen mit Putin zu hören. Umso lauter tönte Nato-Generalsekretär Stoltenberg. “Für mich ist Dialog kein Zeichen der Schwäche, sondern ein Zeichen der Stärke”, sagte er.

So richtig ernst nehmen kann man das allerdings nicht. Denn im Nato-Hauptquartier in Brüssel wird der Trump-Gipfel mit Putin mit Angst und Schrecken gesehen. Was passiert, wenn sich Trump mit Putin versteht?

Muss EUropa dann plötzlich nicht mehr aufrüsten? Haben wir keinen Feind im Osten mehr? Kaum auszudenken…

Siehe auch “In Trumps Falle getappt – schon wieder”