“Service minimum” bei EU-Hilfe gegen Waldbrände – Sanktionen schaden

Die Waldbrände bei Bordeaux und Madrid schlagen alle Rekorde. Spanien hat den Notstand ausgerufen, in Frankreich jadt eine Krisensitzung die nächste. Da ist auch die EU an vorderster Front, sollte man meinen. Doch weit gefehlt.

Die Helfer aus Brüssel machen “service minimum”, wie man in Frankreich sagt – nur das Nötigste. Zwar wurde das Krisenreaktionszentum ERCC aktiviert, es hat auch Löschflugzuge geschickt. Doch die kommen nicht von “der EU”, wie es immer heißt, sondern aus den Mitgliedsstaaten. Von “der EU” hat sich auch noch niemand in den Katastrophengebieten blicken lassen. Die zuständige Kommissarin Lahbib hat zwei Tweets abgesetzt, das war’s. Was die Helfer in Frankreich und Spanien noch mehr empört: Der bei Waldbränden bewährte, russische Kamov Ka-32 Helikopter kann nicht eingesetzt werden – wegen EU-Sanktionen, die die Wartung verhindert haben. Ein Skandal!

Siehe auch “Cruel Summer in Europa” sowie meinen Bericht für die “Berliner Zeitung”: “Wegen EU-Sanktionen gegen Russland bleiben Löschhubschrauber am Boden”

P.S. Wütend sind die Helfer auch in Portugal. Sie haben ihre durch die EU-Sanktionen lahm gelegten russischen Hubschrauber großzügig an die Ukraine gespendet – und stehen nun mit einem ausgedünnten Arsenal da…