Ukraine greift nun auch den Iran an – die EU schaut zu und zahlt
Kurz vor einem geplanten Besuch bei US-Präsident Trump in Washington hat der ukrainische Chef Selenskyj den Befehl zum Angriff auf ein iranisches Schiff im Kaspischen Meer gegeben. Damit weitet die Ukraine den Krieg noch mehr aus – und die EU schaut zu.
Selenskyj erklärte, im Kaspischen Meer seien “sehr solide Ergebnisse” durch “Langstrecken-Sanktionen” erzielt worden. Die Attacken hätten sich insbesondere gegen Schiffe gerichtet, “die für den Transport militärischer Fracht mit Beteiligung des Iran genutzt wurden, sowie auf ein Kriegsschiff”.
Der Angriff erfolgte mehr als 1200 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Er hat offensichtlich nicht mit dem Krieg gegen Russland zu tun. Finanziert wird das ukrainische Militär fast vollständig von der EU. Brüssel zahlt und schaut zu – eine Kontrolle oder gar Begrenzung des Krieges gibt es nicht.
Irans Außenminister Araghtschi drohte mit Vergeltung. Er warf der Ukraine vor, “auf Geheiß Israels” gehandelt zu haben. Wahrscheinlich hat Selenskyj den Befehl aber wohl vor allem gegeben, um Trump zu beeindrucken. Der ukrainische Feldherr wird am Dienstag im Weißen Haus in Washington erwartet.
Ukraine nimmt am US-Angriffskrieg teil
Der Vorfall zeigt erneut, daß die Ukraine ihren “Verteidigungskrieg” immer mehr ausweitet – mit Angriffen in entfernten Regionen und auf Drittländer. Zudem zeigt er, dass es längst nicht mehr um das Völkerrecht geht. Vielmehr unterstützt Selenskyj den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA im Iran.
Daß tun die EUropäer zwar auch. Bulgarien hat seine Militärbasen für die Vorbereitung amerikanischer Angriffe freigegeben, Deutschland duldet die Kriegsakte. Offiziell hält sich die EU jedoch heraus. Der Irankrieg sei nicht unser Krieg, heißt es in Berlin und Brüssel. Nun zieht Selenskyj die EUropäer hinein.
Doch die EU duckt sich weg, wie auch bei den ukrainischen Angriffen auf zivile Infrastruktur in Russland, die völkerrechtlich als Kriegsverbrechen gelten. “Wir” dürfen für die Ukraine zahlen (90 Mrd. Darlehen der EU, davon 60 Mrd. fürs Militär), aber nicht mitreden. Wie absurd ist das denn?
Mehr zur Ukraine und zum Krieg hier
P.S Die Ukraine hat auch Tanker im Kaspischen Meer angegriffen, die das Caspian Pipeline Consortium angesteuert hatten. Die USA haben daraufhin protestiert, die EU hingegen nicht. Das ist erstaunlich, denn damit wird die Ölversorgung aus Kasachstan gefährdet. In Rumänien droht deshalb eine Ölkrise…

28. Juli 2026 @ 09:37
Wir werden bald sehen, ob USrael in ihrer Verzweiflung Atomwaffen gegen den Iran einsetzt. Dann braucht Russland keine Hemmungen mehr zu haben, Atomwaffen in der Ukraine einzusetzen. Die Russen sind anständiger und besonnener als USrael oder die EU. Wenn Selenskyi und seine Datenlieferanten allerdings so weitermachen, könnte mit Mininukes auch kurzen Prozess machen.
27. Juli 2026 @ 13:53
Wenn die Ukraine jetzt die angreift, die Russland mutmasslich mit Waffen beliefern, kann es doch nur noch eine Frage der Zeit sein, bis Russland diejenigen angreift, die die Ukraine mit Waffen beliefern…
27. Juli 2026 @ 09:56
Ukraine greift mit Rakete über 1200 km iranisches Schiff im Kaspischen Meer an. Das wirft mehrere Fragen auf: wer lieferte diese Rakete? Wer lieferte die Zielkoordinaten? Wer lenkte diese Rakete? Warum wurde sie über russischem Gebiet nicht abgefangen? Wer steuert eigentlich diesen ukrainischen Amokläufer?
27. Juli 2026 @ 10:10
Selenskyj “kann” noch weiter, sagt er auf X, damit es die ganze Welt erfährt:
Our strike range has already exceeded 3,000 kilometers, and we continue to expand our ability to operate at even greater distances. The strategic depth of its rear areas, which for a long time was one of Russia’s advantages, is now becoming a particular problem for Russia’s political and military leadership, as the vast majority of its air defense systems are concentrated around Moscow, state residences, the Crimean Bridge, and St. Petersburg.
We have already proven that Ukrainian drones can reach targets in the Ural region, Siberia, and other territories far from Moscow. This year alone, since the launch of our long-range sanctions plan, more than 1,000 fire missions have already been carried out. Oil facilities, critical military production sites, and systemically important elements of Russia’s logistics network have been struck.
27. Juli 2026 @ 10:19
Das genau ist das Ergebnis des jahrelangen diplomatischen Hochbetriebs zwischen der NATO und der Ukraine. Jeder Schuss der Ukraine ist ein Schuss der NATO. Der Kreml weiss das und ist nicht fähig, etwas dagegen zu tun. Die strategische Niederlage Russlands ist damit besiegelt.
27. Juli 2026 @ 14:44
@Guido B.:
Der Kreml könnte schon, aber er ist – unter Putin jedenfalls – nicht lebensmüde. Sollte jedoch der eigene Tod (aka Niederlage) nicht mehr (anders) abwendbar sein, werden Sie und wir alle noch sehen, wozu die stärkste Atommacht der Welt so alles fähig wäre.
27. Juli 2026 @ 09:33
@alle:
Die Begriffe “Wert” und “Wertegemeinschaft” haben sich mit der Zeitenwende ins Negative gespiegelt. Die heutigen Werte sind blutig, und man kann sich nichts davon kaufen, weil diese “Werte” ausschließlich zur Zerstörung von ehemals menschlichen Dingen, also z.B. Leben und Freiheit, angewendet werden, nicht nur außerhalb der ” Wertegemeinschaft”. Manche meinen, der Zweck heilige die Mittel, aber der derzeitige Zweck, Hegemonie und Unterdrückung, heiligt gar nichts. Die Zeiten werden sich wieder ändern, aber es dauert noch etwas.
27. Juli 2026 @ 10:00
Genau genommen haben sich die Werte schon lange vor der „Zeitenwende“ ins Negative gespiegelt. Die kirchlichen Institutionen und Kreuzzüge hatten noch nie viel mit der Lehre von Jesus zu tun, die Kolonisierung der Welt auch wenig mit Zivilisierung, und der Kapitalismus hat auch nichts mit bürgerlicher Selbstermächtigung und Demokratie zu tun. Der Westen hat schon immer Wasser gepredigt und Wein gesoffen. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Wertegemeinschaft.
27. Juli 2026 @ 22:36
@Guido B.
Entscheidend ist auf dem Schlachtfeld – und da sieht es bislang nicht so aus, als sei die Ukraine im Vorteil.
27. Juli 2026 @ 10:26
@ Guido B (10.19)
(Leider geht bei mir -bislang- ein post über die ‘Antworten’ Funktion immer nach oben, als neu-post sozusagen…)
“Der Kreml weiss das und ist nicht fähig, etwas dagegen zu tun. Die strategische Niederlage Russlands ist damit besiegelt.”
Das stimmt so nicht – Russland begründet seine Zurückhaltung mit der Verantwortlichkeit, NICHT der Auslöser des 3. Weltkriegs zu werden (…hat Lavrov neulich gesagt…).
Deshalb nehmen solche Provokationen des ‘edlen Westens’ ständig zu, bis der Russe dann eben doch zuschlägt. Die Suche nach einem Schuldigen war schon immer ein wichtiger Teil bei solcher Art Projekt…
Jetzt hat der ‘edle Westen’ eben 2 Staaten für die ‘Drecksarbeit’ (Fritze Merz), Israel und die Ukraine !
27. Juli 2026 @ 11:40
@WBD:
Der 3. Weltkrieg ist bereits im Gange. Er richtet sich gegen die beiden stärksten Mitglieder der BRICS, China und Russland. Der 3. Weltkrieg wurde mit der NATO-Osterweiterung vorbereitet und mit dem Euromaidan ausgelöst. Die stetige Eskalation seitens der NATO ist evident. In der Ukraine wurde Russland zum Aggressor. Russland muss sich eigentlich nicht mehr zurückhalten, weil Russland sowieso von der NATO für alle Ewigkeit zum “Reich des Bösen” und “Erzfeind” verdammt wurde. Russland kann nur noch abschrecken, um seine Haut zu retten. Und genau dazu ist Russland nicht mehr imstande. Russland wird täglich von der NATO durch die Ukraine beschossen und kann sich nicht mehr effektiv wehren und seine Bürger nicht mehr vor den Terrorangriffen schützen. Russland mag an der Front Erfolge erzielen, aber wenn die russische Verteidigung auf dem eigenen Territorium dermassen offensichtlich versagt, ist der Erfolg in der Ukraine sinnlos. Der Kreml hat sich 2022 verkalkuliert und bezahlt nun den Preis seiner strategischen Niederlage.
Es wäre besser, wenn der Kreml diese Niederlage eingestehen würde. Tut er natürlich nicht, also bleibt noch die Option Atomkrieg. In diesem Fall wird wahrscheinlich Westeuropa ausgelöscht, aber auch der gesamte westliche Teil Russlands inkl. Moskau und St. Petersburg. Und natürlich als Erstes die Ukraine.
27. Juli 2026 @ 12:53
Nein, so simpel ist es nicht. Zwischen Bush jr., Obama, Biden und Trump hat die US-Politik immer wieder gewechselt – und in der Nato gibt es kein “Mastermind”, das einen globalen Krieg planen und durchführen könnte.
Die Frage ist aktuell, ob Trump noch versucht, Russland auf seine Seite zu ziehen, um China zu isolieren. Oder ob er Iran und Russland gleichzeitig bekämpfen will – mit dem Risiko, dass China in den Krieg gezogen wird.
DAS wäre dann wohl der 3. Weltkrieg.
27. Juli 2026 @ 09:01
“Wir leben unsere Werte” heißt unseren (auch persönlichen) Machtanspruch.
” Europa muss auch die Sprache der Macht lernen ” sagte vdL 2019 als frisch implementierte EU-Präsidentin” – sie sprach es für eine EU, die sich den Friedensnobelpreis damals verdient hatte.
27. Juli 2026 @ 08:36
Sie sind dabei, die Welt in Brand zu stecken und die Schlafwandler schauen wieder mal zu, diesmal ggf. bis zum letzten Mal ” Pilze ” gucken:-(
27. Juli 2026 @ 07:51
Herr Bonse, ich verstehe Ihre Entrüstung über die vermeintliche Untätigkeit der EU. Aber der Schein trügt. Sehen Sie es doch einmal von dieser Seite: Die Ukraine, die EU, UK und die USA sind alle Teil einer Wertegemeinschaft mit einem gemeinsamen Ziel: Hegemonie, Dominanz, Alleinherrschaft, unipolare Weltordnung. Sie duldet keine Regierungen, die den Macht- und Tributanspruch der Wertegemeinschaft in Frage stellen. Die Gemeinschaft ist sich vielleicht nicht immer einig, wer innerhalb der Gemeinschaft welche Forderungen stellen darf, aber in einer Frage sind sich alle einig: Wer den Macht- und Tributanspruch der Wertegemeinschaft in Frage stellt, ist ein Feind, der wahlweise eingedämmt oder eliminiert werden muss. Insofern liegen die USA, die EU, UK und die Ukraine auf einer Linie im Kampf gegen die gemeinsamen Feinde. Die Ukraine weitet den Krieg immer weiter aus mit dem Segen der Wertegemeinschaft. Jeder Angriff, wo auch immer, wurde von der Wertegemeinschaft finanziert, autorisiert und technisch unterstützt. Also: Die EU schaut nicht zu. Die EU ist aktive Kriegspartei. Die ganze Wertegemeinschaft ist Kriegspartei, weil sie ihre globale Vorrangstellung „verteidigt“. Die käufliche Ukraine macht nur die Drecksarbeit, und dafür wird sie von den europäischen Steuerzahlern fürstlich belohnt.
27. Juli 2026 @ 08:38
Sorry aber ” Wertegemeinschaft” , das war vielleicht einmal, es ging und geht nur um Interessen resp. weltweite Hegemonie der USA vers. RUS, CHIN!
27. Juli 2026 @ 09:19
Wer zahlt, schafft an, sagt man. Will heißen: Wer zahlt, bestimmt mit!
Da die EU das ukrainische Militär bezahlt, hat sie ein Wörtchen mitzureden. Wenn sie dies nicht tut, macht sie sich mitverantwortlich für die Angriffe.
27. Juli 2026 @ 09:52
Das ist im engeren Kontext zutreffend, im größeren Kontext jedoch irrelevant. Wenn der höhere geopolitische Zweck der Kriegsunterstützung der Ukraine die Schwächung der gemeinsamen Feinde Russland, Iran, China etc. ist, dann muss die EU nichts mehr kontrollieren. Sie muss nur dafür sorgen, dass die Ukraine dem höheren Zweck dienen kann. Und das tut sie seit 2014.
27. Juli 2026 @ 22:39
@Guido B.
Die multipolare Weltordnung sieht für mich auch nicht friedlicher aus. Alle werden ständig miteinander im Clinch liegen.