Neues vom Wirtschaftskrieg (289): G7 tragen EU-Sanktionen nicht mit
Russland exportierte 2025 mehr Öl als vor dem Krieg – trotz Sanktionen. Brüssel plant nun ein Einfuhrverbot für russisches Öl – aber erst nach der Ungarn-Wahl. Und die G-7 tragen die neuen EU-Sanktionen nicht mit – sie werden nicht einmal mehr erwähnt.
- G-7 tragen neue EU-Sanktionen nicht mit. Neuer Rückschlag für die EU-Kommission: Die G-7 tragen das von der Brüsseler Behörde vorgeschlagene 20. Sanktionspaket und das darin enthaltene Verbot von Schiffsdienstleistungen für russische Öltanker nicht mit. Eine am 24. Februar veröffentliche Stellungnahme der G-7 erwähnt die EU-Sanktionen mit keinem Wort, auch der Ölpreisdeckel taucht nicht mehr auf. Damit schwinden auch die Chancen, daß sich die EU intern noch einigt (ebo). – Ungarn hatte das 20. Sanktionspaket im Streit um die Druschba-Pipeline blockiert. Im Windschatten dieses Streits hat Griechenland durchgesetzt, daß das Verbot von Schiffsdienstleistungen an eine Abstimmung mit den G-7 gebunden wird. Das ist hiermit wohl hinfällig. Die USA sind gegen neue G-7-Sanktionen: sie hatten schon die letzte Absenkung des Ölpreisdeckels nicht mitgetragen.
- Brüssel plant Einfuhrverbot für russisches Öl. Die EU-Kommission will Insidern und einem Dokument zufolge am 15. April einen Vorschlag für ein dauerhaftes Einfuhrverbot für russisches Öl vorlegen. Dies wäre drei Tage nach der Parlamentswahl in Ungarn. Zwei EU-Vertreter sagen der Nachrichtenagentur Reuters, der Zeitplan solle verhindern, dass das Öl-Embargo zu einem zentralen Wahlkampfthema wird. Reuters liegt ein Entwurf der Tagesordnung für die Sitzung Mitte April vor. Ein Sprecher der Kommission erklärt auf Anfrage, die Agenda sei vorläufig. Ungarn und die Slowakei lehnen einen Importstopp strikt ab. (Reuters) – Das russische Öl ist längst ein Wahlkampfthema in Ungarn – siehe der Streit um Druschba. Hier geht es mehr darum, einer demokratischen Debatte auszuweichen und die Wahl auszusitzen – in der Hoffnung, daß Orban verliert…
- Russland exportierte 2025 mehr Öl als vor dem Krieg. While Russian oil exports dropped last year, Russia is still exporting higher volumes than before its invasion of Ukraine in 2022, researchers said, calling for stricter sanctions enforcement. The volume of Russian crude oil exports remained six percent above pre-invasion levels in the fourth year of the war, despite Western sanctions aimed at curbing Russia’s “shadow fleet,” according to a report by Finnish think tank Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA) (Brussels Signal). – Die EU-Sanktionen wirken immer noch nicht. Deshalb will die EU nun auch nochmals die Daumenschrauben anziehen (siehe oben) Siehe auch “Wie Russlands Ölhandel europäische Sanktionen umgeht”
Mehr zum Wirtschaftskrieg hier
P.S. Als Flop haben sich auch die EU-Sanktionen gegen Düngemittel aus Russland und Belarus erwiesen. Da die Preise steigen und die Bauern murren, wurde jetzt der Zoll auf Dünger ausgesetzt – außer auf Produkte aus Russland und Belarus. Profitieren dürfte vor allem unter Freund Trump, wie immer 🙂

25. Februar 2026 @ 18:25
Die schlaue Kaja Kallas leistet aber Wahlkampfhilfe für Orban: https://magyarnemzet.hu/english/2026/02/hungary-fm-shares-shocking-news-brussels-wants-to-send-hungarian-and-slovak-troops-to-ukraine
Weil es ja klar ist, dass ein Land, das weder Geld noch Waffen in die Ukraine schicken will, liebend gern seine Männer und Söhne für Selenskij in den Tod schicken würde! Diese Nachricht bringt Orban sicher noch mindestens 5% mehr Stimmen.
25. Februar 2026 @ 14:33
Man kann auch mit Klee und Alfalfa düngen, zwei Ochsen vor den hölzernen Pflug spannen… – ist voll Bio & Öko. Gibt bestimmt Fördergelder dafür.
Manche Länder scheiden im CCS-Verfahren CO2 ab und verpressen und speichern das unterirdisch.
In Deutschland gründet man Start-Ups, die CO2 mühsam und aufwendig aus der Umgebungsluft filtern (je Tonne Luft 580 Gramm CO2). Daraus will man dann grünen Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe herstellen. Ein Kohlekraftwerk emittiert tausende Tonnen CO2 täglich, aber die will man offenbar nicht.
Die Schildbürger haben nur ein Rathaus ohne Fenster gebaut, wir bauen die gleich in Serie…
25. Februar 2026 @ 11:56
Zusatz:
G 7!? Inzwischen doch wohl ein Witz der Geschichte! Ohne Russland, ohne China! ohne die BRICS+ und den Globalen Süden, also quasi ganz undemokratisch ohne 3/4 der Welt!
Genau deshalb haben sich Macht und Einfluß längst in Richtung G 20 verschoben! Aber dort setzt sich der sog. Westen glücklicherweise nicht gegen die demokratische Mehrheit durch!
25. Februar 2026 @ 08:30
Die EU plant offensichtlich fest mit einer Abwahl Orbans, so wie sie vor einiger Zeit auf ein Ende von Freund Erdogan gesetzt hat. Dabei wird auch ein potenzieller Nachfolger Orbans seiner Bevölkerung nicht einfach höhere Energiekosten aufs Auge drücken können, sonst wird er bald wieder abgewählt.
Willkommen in der EU, dem Nicht-Land der ungedeckten Schecks.
25. Februar 2026 @ 08:06
Abwarten! Mal sehen ob sich auf dem Markt nicht die günstigeren Preise für Düngemittel aus Russland und Belarus gegenüber höheren Kosten aus den USA durchsetzen!? Und wenn die Geschäfte über Drittländer abgewickelt werden dann werden wieder Sekundärsanktionen verhängt! Idiotisch und hysterisch:pathologisch!
25. Februar 2026 @ 07:54
Es sind rosige Zeiten für die USA. Solange der Krieg in Europa läuft, kann der NATO-Capo unverschämt daran verdienen. Die USA senken die Kosten für den Krieg und multiplizieren den Ertrag aus dem Krieg. Das nennt man einen guten Deal. Der POTUS muss die Europäer wirklich für sehr dumm halten.
25. Februar 2026 @ 12:30
Und damit liegt er nicht falsch. Die EU lässt nichts unversucht, ihrer Wirtschaft, ihren Bürgern und leider erst am Ende sich selbst das Wasser abzugraben.
26. Februar 2026 @ 01:43
“Der POTUS muss die Europäer wirklich für sehr dumm halten.”
Nun, offensichtlich sind die EUropäer so dumm! Die sägen nicht den Ast ab, auf dem sie sitzen – sie fällen gleich den ganzen Baum!