Musk will die EU auflösen – Medwedew klatscht Beifall

Monatelang hat die EU gezögert, bevor sie dem Nachrichtendienst X von E. Musk eine Strafe nach dem DSA-Gesetz aufbrummte. Obwohl sie recht niedrig ausfällt, flippt Musk aus. Er steht nicht allein.

Der US-Milliardär Musk hat verärgert auf die Millionenstrafe gegen X reagiert. „Die EU sollte abgeschafft werden“, schrieb Musk in einem Post auf seiner Online-Plattform.

Wegen Transparenz-Problemen hatte die EU-Kommission eine Strafzahlung von 120 Mill. Euro verhängt. Als Grund nannte die Behörde unter anderem, dass die Authentifizierung von Nutzerkonten irreführend sei.

Die Strafe – eine Premiere – war seit Monaten erwartet worden. Doch offenbar aus Rücksicht auf US-Präsident Trump hat sie EU-Chefin von der Leyen verschleppt. Zudem wählte sie ein vergleichsweise niedriges Strafmaß.

Nach dem Digitale Dienste Gesetz DSA wäre ein Strafe von bis zu 6 Prozent des Umsatzes drin gewesen – das wären Milliarden. Wieso man nun auf 120 Mill. kam, konnte die Behörde auf Nachfrage nicht erklären.

Unklar blieb auch, ob Musk von der EU persönlich haftbar gemacht wird. Dies hatte der Trump-Buddy behauptet. Ich habe in Brüssel nachgefragt, aber bisher keine Antwort erhalten…

Bemerkenswert ist, von wem Musk alles Beifall bekam. Auf X stimmte ihm der russische Putin-Vertraute Medwedew zu. Aber nicht nur er: auch US-Außenminister Rubio zeigte Verständnis.

„Es ist nicht nur ein Angriff auf X, sondern ein Angriff auf alle US-Tech-Plattformen und das amerikanische Volk durch ausländische Regierungen“, schrieb Rubio.

Die Tage der Online-Zensur von Amerikanern seien vorbei, so Rubio – der als europafreundlich gilt. “Die EU trägt die Konsequenzen, wenn dies nicht rückgängig gemacht wird!“. Da braut sich was zusammen…

Siehe auch US-Tech-Barone fordern EU heraus Mehr zum DSA hier, zu Musk hier

P.S. Als Reaktion auf die DSA-Strafe hat Musk angeordnet, vorerst keine Anzeigen (bezahlte Posts) der EU-Kommission mehr auf “X” zuzulassen. Welch’ eine Ironie, daß von der Leyen & Co. dort überhaupt noch Geld ausgeben – wo doch angeblich alles so intransparent ist…