China: Macron droht mit Strafzöllen à la Trump
Nach dem Bruch mit Russland und dem Zerwürfnis mit den USA bleibt der EU eigentlich nur noch China als strategischer Partner. Doch Deutschland und Frankreich gehen auf Konfrontationskurs.
Außenminister Wadephul (CDU) will bei seinem Nachhol-Besuch in China (die erste Reise hatte er abgesagt) die Probleme deutscher Unternehmen beim wieder wichtigsten Handelspartner ansprechen.
“Handelsbeschränkungen insbesondere bei Seltenen Erden bereiten unseren Unternehmen ebenso große Sorgen wie Überkapazitäten bei Elektromobilität und Stahl”, erklärte Wadephul vor seiner Abreise nach Peking.
Zu den “drängenden internationalen Herausforderungen” zählt Wadephul auch Russlands Krieg gegen die Ukraine. Er will der chinesischen Führung ins Gewissen reden. Immerhin will er dabei “konstruktiv” sein.
Ganz anders Frankreichs Staatschef Macron: Er droht China ganz offen mit Strafzöllen – nach dem “Vorbild” von US-Präsident Trump.
„Ich versuche, den Chinesen zu erklären, dass ihr Handelsüberschuss nicht tragbar ist, weil sie dabei sind, ihre eigenen Kunden zu ruinieren“, sagte Macron nach seiner Rückkehr aus China. Für Europas Wirtschaft gehe es um “Leben oder Tod.”
Wenn sich nichts ändere, wäre die EU nach Macrons Angaben gezwungen, “starke Maßnahmen zu treffen und die Zusammenarbeit herunterzufahren – ähnlich wie die USA es getan haben – etwa durch Zölle auf chinesische Produkte.“
Hat Macron nicht aufgepasst? Auf Trumps “starke Maßnahmen” haben die Chinesen mit noch “stärkeren” Maßnahmen (also Strafzöllen) reagiert – und schließlich auch den Zugang zu Seltenen Erden beschränkt.
Genau das verursachte dann große Probleme bei deutschen Unternehmen! Doch statt sich von Trumps imperialer und willkürlicher Politik abzusetzen, geht Macron nun auch noch auf Konfrontationskurs…
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european
8. Dezember 2025 @ 09:54
Aus Sicht der Franzosen ein nachvollziehbarer Schritt und koennten sie es in der EU einfuehren, sollten und wuerden sie es tun.
Wir koennen nicht alle Ueberschuesse erwirtschaften um “uns zu finanzieren”, zumal die Defizitlaender aus eigener Kraft nicht mehr da herauskommen, weil der Hebel nicht ueber Innovation und Qualitaet geht, sondern ueber die Loehne. Sie behaupten es sei Wettbewerbsfaehigkeit, dabei behindert diese Herangehensweise den Wettbewerb, weil sie wahre Innovationen verhindert, wie man gerade an Deutschland sehr gut sehen kann. Das Land klappt ja nicht zusammen, weil es so innovativ war, sondern weil sich breite Teile der Industrie im Sessel zurueckgelehnt haben. Eine kleine Aenderung am Lampendesign hier ein bisschen Schummelsoftware da. Zusammen mit der relativen Lohnsenkung die perfekte Loesung. Jetzt kommt noch die Energie-Idiotie dazu, nicht das guenstigste Gas zu beziehen, sondern wesentlich teureres. Da geht es hin, das deutsche Geschaeftsmodell. Ab 2026 wird massiv bezuschusst, was die Bevoelkerung entweder direkt oder aber indirekt durch neue Kreditaufnahmen der Regierung bezahlen muss, denn die Zinsen gehen in die Hoehe.
Ansonsten hoert und liest man von 10.000 Arbeitsplaetzen die gerade jeden Monat draufgehen. Erfolg sieht anders aus.
Specht
8. Dezember 2025 @ 07:39
In Deutschland wurde der Handelsüberschuss 20 Jahre als
Exportweltmeister gefeiert.
Nicht China war und ist das Problem von Frankreich, das Problem heißt Deutschland.
Fragen Sie Heiner Flassbeck
hg
9. Dezember 2025 @ 08:13
“ Schlaraffenland ist abgebrannt!“ Friedmann; quo bono?
Erneuerung
8. Dezember 2025 @ 07:22
Der HDI ist in Europa im Sinkflug, das kann man täglich in allen Bereichen des menschlichen Lebens sehen. Der technologische Fortschritt verhindert dies nicht, sondern verstärkt das sogar. Unsere Führungspersönlichkeiten geben dabei das Tempo vor und übertreffen sich täglich.