Merkels neues Milliardengrab

Als das EU-Mitglied Griechenland in die Krise stürzte, brauchte Kanzlerin Merkel Jahre, um das Land zu besuchen. In der Ukraine dauert es nur Monate. Am Samstag fliegt sie nach Kiew.

Doch was will Merkel dort, mitten im brutalen “Anti-Terror”-Krieg gegen die Separatisten im Osten? Präsident Poroschenko den Rücken stärken? Oder für eine Waffenruhe werben, gar Frieden schaffen?

Das Kanzleramt hält sich bedeckt. Angesichts des Flops von Außenminister Steinmeier ist dies kein Wunder. Umso lauter tönt die Regierung in Kiew – und fordert neue Hilfen.

Neben Militärberatern und Waffen will die Ukraine Geld. Die Ukraine „verliert täglich an wirtschaftlichem Potenzial”, warnt Premier Jasenjuk, und macht so Druck auf Merkel & Co.

Denn das Land ist Pleite. Jazenjuk fordert, eine IWF-Tranche von 1,4 Mrd. Dollar früher auszuzahlen. Dabei kommen die versprochenen Reformen nicht voran – der Wirtschaftsminister nahm deshalb gerade seinen Hut.

In Griechenland drohte Merkel in solchen Fällen mit Liebesentzug. In der Ukraine ist das nicht so. Die Kanzlerin erwartet dort zwar ein neues Milliardengrab – doch es geht ja um mehr, um den freien Westen und so.

Ich bin gespannt, wann IWF und EU die Kosten für die Ukraine-Stützung nach oben korrigieren – und das ganze Desaster offenbaren. Vermutlich will man erst den Sieg über Russland abwarten, oder?

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