Was man jetzt auch wissen sollte

Nun ist die Lage in der Ostukraine tatsächlich eskaliert – genau so, wie es SPON & Co. seit Tagen herbeischreiben. Leider werden wir nur über die Verwicklung der Russen-Connection informiert, nicht über die EU.

Dabei gibt es auch auf europäischer Seite einiges, was man jetzt wissen sollte, um den Konflikt zu verstehen. Hier ein paar Fakten:

  • Trotz der Krise wollen die EU-Außenminister eine Milliarde Euro Finanzhilfe freigeben – an eine Regierung in Kiew, die nichts hinkriegt und  ihre eigenen Leute im Osten mit “Anti-Terror”-Truppen bekämpft.
  • Brüssel hält auch unbeirrt an der “Assoziierung” fest – dabei droht die Ukraine in den Bürgerkrieg zu versinken. Besser wäre es, das Abkommen auszusetzen, bis Ruhe einkehrt.
  • Die EU steht unter massivem Druck aus den USA, nun “endlich” die dritte Stufe der Sanktionen auszulösen. Doch die 28 sind noch nicht so weit, ein Handelskrieg träfe viele EU-Länder unvorbereitet.
  • Deutschland würde bei einem Handelskrieg doppelt zahlen: durch entgangene Geschäfte mit Russland – und für eine Art Ukraine-Soli, mit dem Berlin andere EU-Länder entschädigen soll.
  • Das erklärte Ziel der EU war eine “Stabilisierung” der Ukraine. Schon auf dem Maidan war davon nichts zu sehen, jetzt ist dieses Ziel wohl endgültig gescheitert.

Mehr dazu hier (auf “Cicero online”) und zum Handelskrieg hier

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