Freibrief für Trump, Sanktionen für Putin
Die EU bleibt ihrer Linie treu: Appeasement gegenüber US-Präsident Trump, noch mehr Druck auf Kremlchef Putin. Das zeigen zwei Ankündigungen aus Brüssel. Sie lösen kein Problem, schaffen aber neue.
Erst kam die Meldung, daß die EU neue Sanktionen gegen Russland plant. Der Entwurf der EU-Kommission enthält unter anderem ein “umfassendes Verbot maritimer Dienstleistungen” für Tanker mit russischem Rohöl an Bord.
Damit wird das russische Ölgeschäft weiter erschwert. Das senke die Einnahmen für Putins “Kriegskasse”, heißt es zufrieden in Brüssel, wo das mittlerweile schon 20. Sanktionspaket angekündigt wurde.
Es führt aber auch zu neuen Problemen in der Ostsee, wo viele Tanker mit russischem Rohöl unterwegs sind. Will man sie verrecken lassen, wenn sie Probleme haben? Und was ist mit internationalen Gewässern – will die EU dort Patrouille fahren?
EU setzt Gegenzölle aus
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Kurz darauf wurde bekannt, daß die EU ihre seit einem Jahr geplanten Gegenzölle auf US-Importe im Wert von 93 Mrd. Euro für weitere sechs Monate aussetzt. Das geht aus einer Mitteilung im Amtsblatt hervor.
Damit geht das Appeasement gegenüber Trump weiter. Die Benachteiligung der europäischen Wirtschaft auch. Die Gegenzölle waren ursprünglich mal dazu gedacht, Trumps willkürliche Einfuhrzölle auf EU-Exporte zu beantworten.
Dann waren sie im Streit um Grönland wieder hervorgekramt worden. Das ist nun vorbei. Trump hat eine Art Freibrief für sechs Monate. Man darf gespannt sein, welche Drohungen er sich als Nächstes einfallen lässt…
Mehr zum Wirtschaftskrieg an allen Fronten hier
P.S. Hieß es nicht zuletzt, Trump und Putin steckten unter einer Decke und seien gleichermaßen Gegner der EU? In Brüssel will man es wohl nicht wahrhaben und wählt das “bewährte” zweierlei Maß…

8. Februar 2026 @ 01:23
Der Ami will „uns“ Europäern bekanntlich Land und Mineralien wegnehmen, der Russe bittet darum uns vorm industriellen Untergang bewahren, seine Rohstoffe wieder (günstig) verkaufen zu dürfen mit Meinung und ausführlichem Explainer.
https://www.rt.com/news/632093-brussels-dependency-energy-russia/
https://www.rt.com/business/632095-eus-war-on-physical-reality/
7. Februar 2026 @ 14:58
Trumps Schatten ist noch viel zu groß für die EU, der dürfte s erklären.
7. Februar 2026 @ 22:51
Auch Zwerge werfen in der Abend(land)dämmerung lange Schatten…
6. Februar 2026 @ 19:28
Apropos Probleme lösen und schaffen: Kann es sein, dass Europas größtes Problem das Gebilde in Brüssel ist? Möglicherweise ginge es Europa ohne dieses minderbemittelt rüberkommende Gebilde, welches Unsummen verschlingt und dazu noch Schäden in Unsummen verursacht, wesentlich besser. Zumindest westlich der ehemaligen DDR schwärmt man von alten Zeiten. Vielleicht sollten die doch wiederkommen, schlechter als jetzt kann es doch kaum noch werden.
6. Februar 2026 @ 20:26
“…schlechter als jetzt kann es doch kaum noch werden.”
So mag das ein Pessimist sehen; ich als Optimist denke eher: “Doch, kann es!” 😉
6. Februar 2026 @ 19:17
Ein Masochist sagt zu einem Sadisten: “Quäl mich!”
Entgegnet der Sadist mit sardonischem Grinsen: “Och nö.”
6. Februar 2026 @ 19:02
Es geht nicht mehr um Appeasement, sondern um Ausverkauf und Verrat! Man muß nur hoffen dass eines Tages die Verantwortlichen auch zur Verantwortung gezogen werden – in der Zeit nach der EU!
6. Februar 2026 @ 19:27
Ja, um Ausverkauf geht es auch. Das sagt ja sogar Draghi 🙂
6. Februar 2026 @ 17:53
Vasallen-Hündischkeit. Pardon, ich meinte natürlich Souveränität.
Gottlob kann man den Masochismus-Schmerz im Umgang mit den USA mit Sadismus-Wollust im Umgang mit Russland kompensieren.