Juncker steht zu Erdogan

“Wir müssen und werden Partner bleiben”: Mit diesen Worten hat Kommissionschef Juncker seine diskrete Begegnung mit dem türkischen Sultan Erdogan in Brüssel kommentiert. Details werden verschwiegen.

Nicht einmal zur Frage der Menschenrechte wollte sich Junckers Sprecher äußern. “Wichtige Fragen wurden diskutiert” – das ist der einzige, überaus wortkarge Kommentar aus Brüssel zum Thema.

Aus Ankara hört man derweil mehr: Binnen zwölf Monaten wollen die EU und die Türkei neue gemeinsame Projekte angehen, melden regierungsnahe türkische Medien. Juncker hat nicht dementiert.

Der Kommissionschef hat bisher auch nicht darauf reagiert, dass Erdogan dazu übergegangen ist, einzelne EU-Länder zu sanktionieren – vor allem Österreich steht auf der Abschussliste.

Und das alles passiert zu einer Zeit, da die Türkei ganz offen in eine islamische Ein-Mann-Herrschaft umgebaut wird – und in der immer mehr türkische Demokraten nach Europa flüchten…

Macht nichts, Juncker ist sich der Rückendeckung aus Berlin sicher. Kanzlerin Merkel muckt zwar gerade ein wenig wegen der Bundeswehr-Soldaten in Incirlic auf.

Aber mit Erdogan will auch sie es sich nicht verscherzen – so kurz vor der Bundestagswahl….

 

 

 
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