Neues vom Infokrieg um Syrien

Seit einiger Zeit hat die EU einen eigenen Infodienst für den Infokrieg mit Russland. Die neue Ausgabe flatterte eben rein – sie ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Denn es geht um Syrien.

Genauer: um den Angriff mit Chemiewaffen, von dem die EU selbst sagt, dass die genauen Umstände erst noch aufgeklärt werden müssen. Die EU-Außenvertreterin Mogherini forderte sogar eine Untersuchung.

Doch obwohl diese noch nicht abgeschlossen ist und keine neuen Erkenntnisse vorliegen, beschuldigt die “EU East StratCom Task Force”, die Mogherini untersteht, nun Russland der Desinformation.

Dabei geht es um die russische Behauptung, bei dem Angriff habe es sich um einen Unfall gehandelt, bei dem syrische Piloten ein Chemiewaffenlager der Rebellen getroffen hätten. In der Tat eine bizarre These.

Doch die westliche Gegenthese, Syriens Assad habe den Angriff persönlich befohlen, ist ebenso wenig belegt. In Wahrheit gibt es bis heute keine gesicherten Erkenntnisse, die Fact Finding Mission steckt in den Anfängen.

Das hindert Mogherinis Infokrieger nicht, von einem russischen Propaganda-Feldzug zu sprechen. Doch wo und wie hat der überhaupt verfangen? Die Rede ist von tschechischen und slowakischen Medien.

Ansonsten werden nur dubiose US-Portale benannt. Ziemlich mager für die Behauptung, dass Russland ganz Europa mit Desinformation überzieht – und sich die EU dagegen verteidigen muss.

Fakt ist, dass fast alle wichtigen europäischen Medien die offizielle westliche Version gekauft haben – und das auch ohne die Hilfe der (letztlich ziemlich überflüssigen) Infokrieger aus Brüssel

 

 

 

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