Grönland: Noch ein Dokument der Hilflosigkeit
Die US-Drohung, Grönland zu annektieren, ruft die großen EU-Staaten auf den Plan. Eine neue Erklärung betont die europäische Solidarität – doch von Garantien oder gar Truppen ist keine Rede.
Die Sicherheit der Arktis sei eine “wichtige Priorität für Europa”, heißt es in der Erklärung, die von Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Spanien, Großbritannien und Dänemark unterzeichnet wurde. Sie werde von der Nato gewährleistet, die auch in Grönland präsent ist.
Damit gehen Merz & Co. mal wieder auf US-Präsident Trump zu. “Die USA sind ein essentieller Partner”, heißt es in dem Text weiter. Erst ganz am Schluß wird betont, daß das EU-Mitglied Dänemark und Grönland allein über Angelegenheiten entscheiden, die diese Länder betreffen.
Die Nachrichtenagenturen präsentieren dies als Warnung an Trump und betonten die “klaren Worte”. Für mich liest es sich eher wie Beschwichtigung. Zwischen den Zeilen sagen die EUropäer, daß die USA militärisch auf Grönland machen können, was sie wollen, denn sie führen ja die Nato!
Von europäischen Garantien oder gar Truppen ist dagegen keine Rede mehr. Dabei hatte Frankreichs Staatschef Macron noch vor einem Jahr von einer möglichen Truppenentsendung gesprochen und immer mal wieder militärische Präsenz auf Grönland gezeigt.
Der französische Europaabgeordnete Glucksmann fordert gar eine “dauerhafte europäische Militärbasis”. Doch damit steht er – jedenfalls bisher – allein. Die EUropäer sind wie Hunde, die laut bellen – aber beißen wollen und können sie nicht…
Siehe auch “Trumps nächste Ziele” (Newsletter) sowie Venezuela: Das Dokument der Hilfslosigkeit

Georg
7. Januar 2026 @ 18:36
@palman bitte Vorsicht mit den Äußerungen: das sind keine “ver-kackten” (Euro-zentrierten) Kartendarstellung”… das sind Mercatorsche Seekarten, da sieht
Grönland so groß aus wie Afrika, ist aber 14-mal kleiner. Das sind Karten für die Navigation von Seeschiffen.
Helmut Hoeft
7. Januar 2026 @ 09:25
Wie wäre es denn mit “Boots on the ice”? D, F, DN, N, S, FIN je 1 Division … äh, einen Zug reitende Gebirgsmarine auf Grönland stationieren, mit aufgepflanztem Bajonett un d Donald John ist ausgekurvt! * hihi *
umbhaki
6. Januar 2026 @ 21:58
Bei der Diskussion um die unwürdige Reaktion unserer europäischen Führungspersönlichkeiten sollte auch noch bedacht werden, dass ganz Europa auf keinen Fall in der Lage wäre, den USA militärisch entgegen zu treten. Dazu haben wir hier viel zu viele US-Waffensysteme, die mit großer Sicherheit von den USA aus mit ein paar Mausklicks wertlos gemacht werden könnten.
Gegen den US-Willen hebt keine F-35 ab, verlässt keine Patriot-Rakete die Abschussvorrichtung usw.
In der letzten Zeit wird zwar öfter mal davon gesabbelt, dass man sich technologisch von den USA abnabeln müsse, aber es geschieht ja ganz genau das Gegenteil. Gerade jetzt, weil man sehr schnell aufrüsten will, kauft man doch wie bekloppt in den USA ein, weil man in Europa nicht schnell genug entwickeln und erst nicht liefern kann. Damit dürfte man nun den US-amerikanischen „Freunden“ gegenüber relativ wehrlos sein.
Ähnliches gilt aus wirtschaftlicher Sicht. Auch auf diesem Gebiet sind wir von den USA abhängig, weil die ein unverzichtbarer Markt für die die EU-Wirtschaft sind, und weil wichtige Dinge von dort kommen, die hier nicht substituiert werden können – Stichworte: Energie, Software.
Wir sind längst wirklich die Vasallen der USA, das liegt nicht einfach an der willfährigen Unterwürfigkeit unserer Führungspersönlichkeiten, das ist objektiv so, und das wurde von den USA über Jahrzehnte geduldig so entwickelt. Die Trump-Junta fährt jetzt bloß noch die Ernte ein. Allerdings hätte es eine Chance gegeben, sich dagegen zu wehren, wenn alle EU-Staaten an einem Strang ziehen würden. Wenn …
Sollte nächste Woche das US-Militär tatsächlich Grönland okkupieren, dann werden sie das einfach tun. Vermutlich, ohne einen Schuss abgeben zu müssen. Ganz unterkomplex.
Btw: Hat jemand den Herrn Rutte in den letzten Tagen gesehen, irgendwo?
Steinbrecher
7. Januar 2026 @ 14:12
Ich weiß nicht, warum sich Dänemark so auflistet, haben sie doch gerade selbst erst vor 250 Jahren diese “Insel” annektiert?!
Arthur Dent
6. Januar 2026 @ 18:00
Auf dem Blog „Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien“ sind zwei umfang- und aufschlussreiche Artikel über Venezuela erschienen. „Analyse: „Die unsichtbaren Architekten hinter der Venezuela-Intervention“ von Michael Hollister und „Was geschieht wirklich in Venezuela“ von Harri Grünberg. Ich finde beide sehr lesenswert.
Mittlerweile sollte doch der Bornierteste begriffen haben, dass die USA nicht unsere Schutzmacht sind.
ernestow
9. Januar 2026 @ 14:22
Ja, wenn die Leute Geld (aus den USA, s. BlackRock & Co.) bekommen, dann können sie das nur mit Borniertheit aufrechterhalten. Insofern werden sie auch nichts begeifen, das die Borniertheit der Schutzwall der Korruption
ist (s. vdL).
Helmut Hoeft
6. Januar 2026 @ 15:49
Nachtrag zum gesamten Trump-Venezuela-Komplex (von hier https://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Merz-Unaufrichtigkeit-zu-Venezuela-schadet-mehr-als-sie-ihm-nutzt-id30207193.html) [Hervorhegungen von mir]:
“Schwarz-Rot stellt sich dumm
Merz’ Unaufrichtigkeit zu Venezuela schadet mehr, als sie ihm nutzt
Die Bundesregierung kann sich nicht zu einer klaren Haltung zur US-Intervention in Venezuela durchringen. So nachvollziehbar [?? Hä? Han die sich inne Butz jedrisse?] das Motiv dahinter ist: Den Leuten weismachen zu wollen, Berlin sei die Lage zu komplex für eine Beurteilung, richtet immensen Schaden an [okee, das versteh’ ich: Aus CDSUSPDFDPGrüneBSW-Sicht sind die Leute halt dumm!].
War ja klar, dass auch der CSU-Landesgruppenchef dem Bundeskanzler und CDU-Vorsitzenden zur Seite springt. Die völkerrechtliche Bewertung des US-Militäreinsatzes gegen Venezuela sei “gar nicht so einfach zu beantworten”, sagt Alexander Hoffman in der ntv-Sendung Frühstart. [zefixsackerlzement, dös is fei kompliziert] Das Verschwinden des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro sei aber “per se zunächst eine gute Nachricht”[Tzja, wir lernen: Es gibt auch gute Rechtsbrüche]. Von “Komplexität” spricht Hoffmann auch noch und übernimmt damit das am Sonntag vom Kanzleramt veröffentlichte Wording zum Thema. Die übrigen Koalitionsvertreter, insbesondere aus der Union, halten es genauso: Man gibt sich doof [Schriebvähler! Muss heißen “ist”], um des lieben Friedens mit Donald Trump willen. Dabei ist der so entstehende Flurschaden gewaltig. …” [Schaun merr ma’, dann seng merr scho!]
Guido B.
6. Januar 2026 @ 14:41
Trump zieht die Europäer bis auf die Unterhosen aus. Er kann sie anschliessend auch begatten. Sie sind ihm ausgeliefert, denn die Europäer wollen Russland besiegen und können es nicht ohne die USA. Trump muss nur mit dem Austritt aus der NATO drohen, und schon lassen die Europäer alles mit sich machen. Wirklich alles.
palman
6. Januar 2026 @ 14:39
… und irgendwie gehört “Grönland” ja gar nicht (ganz) zu Dänemark – soll quasi ein “Privat-Besitz” eines Königs sein ??!!?? – Mir fallen grad die Augen zu – bitte mal selber “recherchieren” !?! – übrigens passt die, bis zu DREI Kilometer dicke und hohe EIS-INSEL, gut “15” (fünfzehn) MAL in / auf AFRIKA !?! – also nicht von der “ver-kackten” (Euro-zentrierten) Kartendarstellung “ver-anU$-Aftern” lassen !?! – guckt man seinen “Leucht-Globus” (?!?) oder gleich auf “google-earth” oder auch “earth-nullschool.net” – da hat man gleich das “KLIMA” (Wetter komplett) dort “zur Hand !!! 😉
Helmut Hoeft
6. Januar 2026 @ 15:33
@palman
Ärgerlich, das!
1) …DREI Kilometer dicke und hohe Eisinsel?
wat denn nu: Dick oder hoch? (oder breit?) bitte mal selber “recherchieren” !?!
2) … gut “15” (fünfzehn) MAL in / auf AFRIKA !?!
~2,2 mio km2 passt 15x in / auf 30.2 mio km2 ? Wat denn nu: in oder auf (oder drumrum?)
bitte mal selber “recherchieren” !?!