Selenskyj holt kanadische Hardlinerin Freeland

Das Geld für die Ukraine kommt aus Deutschland und der EU – die Berater kommen aus den USA und jetzt auch Kanada. Das jüngste Beispiel ist Chrystia Freeland, die frühere kanadische Finanzministerin.

Präsident Selenskyj hat sie ⁠zu seiner Wirtschaftsberaterin ernannt. Er begründet dies mit ihrer Erfahrung bei der Anwerbung von Investitionen. “Die Ukraine muss jetzt ihre innere Widerstandsfähigkeit stärken”, schrieb Selenskyj auf X.

Stimmt, denn das Land steht kurz vor der Pleite. Ob Freeland die Richtige ist, darf man allerdings bezweifeln. Sie wollte Kanada einen harten Sparkurs verordnen, um das Land auf den Handelskonflikt mit Us-Präsident Trump vorzubereiten.

Selenskyj hingegen will die Ukraine vor allem für die USA öffnen. Böse Zungen behaupten, er wolle es an Trump verkaufen. Bei kritischen Rohstoffen gibt es ja schon einen einschlägigen Deal…

Allerdings war Freeland auch die Frau, die in der Coronakrise ohne Not harte Notstandsgesetze einführte und willkürlich Konten sperrte. Damit passt sie dann doch wieder zu Selenskyj und sogar zur EU…

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P.S. Selenskyj traf auch andere kontroverse Personalentscheidungen. So hat er SBU-Chef Maljuk gefeuert. Maljuk hat spektakuläre Kommandoaktionen gegen Russland gesteuert; seine Absetzung sorgt für Unruhe in der ukrainischen Armee. Zum Trost bekam er einen anderen Geheimdienst-Posten, auch dort soll er verdeckte Angriffe führen… – Mehr News aus der Ukraine hier