Für diese Aussagen erntet De Wever einen Shitstorm
Der belgische Premier De Wever wird heftig angefeindet, auf “X” tobt ein Shitstorm. Das liegt nicht nur an seiner – rechtlich untadeligen – Haltung zum russischen Vermögen, das in Belgien verwahrt wird. Für Aufregung sorgen auch Äußerungen zum Ukraine-Krieg.
“Wer glaubt tatsächlich, dass Russland in der Ukraine besiegt werden wird? Das sind Märchen, reine Illusionen”, sagte De Wever einer belgischen Zeitung. Belgien stehe loyal zur Ukraine, aber ein Sieg zeichne sich nicht ab.
Damit wollte der flämische Nationalist erklären, warum er Reparations-Zahlungen Russlands an die Ukraine für unwahrscheinlich hält. Doch nur in diesem Fall müßte Kiew das von der EU geplante “Reparations-Darlehen” zurückzahlen.
Zuvor hatte De Wever erklärt, dass ein Zugriff auf das russische Vermögen in Belgien mögliche Friedensgespräche erschweren könnte. Tatsächlich hat US-Präsident Trump die “Russian assets” schon ins Spiel gebracht.
Allerdings will Trump die Milliarden für den Wiederaufbau der Ukraine nutzen – gemeinsam mit Russland. Die EU hätte dabei nichts zu melden. Genau das wollen Kanzler Merz und EU-Chefin von der Leyen verhindern. Deshalb machen sie bei De Wever Druck.
Dabei hängen die deutschen EU-Granden aber der Illusion an, daß die Ukraine den Krieg doch noch irgendwie gewinnen könnte. Dem widerspricht De Wever – und er ist nicht allein. Die meisten Experten denken genauso.
Doch das wollen die selbst ernannten Freunde der Ukraine im Internet nicht wahrhaben. Sie brandmarken De Wever als “Verräter”, ein deutscher “Fachmann” warf ihm sogar “Kollaboration” mit Putin vor…
Siehe auch Wie von der Leyen für die Ukraine das EU-Recht verbiegen will. Mehr zum Krieg um die Ukraine hier

Helmuth Schwarz
6. Dezember 2025 @ 13:43
Hier ein Hinweis auf einen informativen Bericht in der Berliner Zeitung zum Thema russischer Vermögen bei Euroclear. Im übrigen hat ja auch die EZB größte Bedenken gegen einen Zugriff auf die Gelder, bzw.gegen die angedachte Konstruktion, die EZB solle eine Art Garantie übernehmen.
https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/jeffery-sachs-warnt-loest-merz-heute-abend-einen-finanz-crash-aus-li.10008886
Helmut Höft
6. Dezember 2025 @ 10:10
Die Experten: “Ukraine verliert den Krieg, gugg’ auf die Landkarte, die Wirtschaftsdaten, die nackten Zahlen: Weißte Bescheid (seit 2022!)!” Die Politniks: “Das sehen wir anders!” Das ist Politik! m(
hg
6. Dezember 2025 @ 08:28
Was ist von anderen zu erwarten, wenn man sich selbst nicht an s geltende Recht hält. Die Erosion der „Haltungswerte“ schreitet fort und das ist höchst bedenklich wie demokratiegefährdend, wenn Macht über Recht und Moral gestellt wird. Die Folge wird vermehrte Entfesselung der Macht sein, auf allen Seiten, mit höchst ungewissem Ausgang, hinein bis in die Zuvilgesellschaften. BtW, Schuld sind nicht die Normalbürger/Wähler, sie greifen vermehrt zu Strohhalmen!
jjkoeln
5. Dezember 2025 @ 19:38
De Wever sollte sich von diesen Moralaposteln nicht einschüchtern lassen. Shotstorms muss mann einfach standhalten. Die erschöpfen sich mit den nächsten Themen. Nach 2 Wocgen sind sie vorbei.
Eigentlich sollte er soch auch heute nicht mit dem Terrorkommando Merz und vdL treffen
2 gegen 1, sowas ost ein Standgerocht und leine konstruktive Diskussion.
Merz hat doch nur Schiss. Dass er hier kräftig Gegenwind bekommt weil er für die Ulraone Kürzungen durchsetzen muss.
KK
5. Dezember 2025 @ 14:37
“Allerdings will Trump die Milliarden für den Wiederaufbau der Ukraine nutzen –”
Genau dafür sind Reparationen ja auch gedacht – die EU, Merz und Co. wollen die Milliarden lieber für noch mehr Waffen nutzen, bis am Ende gar nichts mehr übrig ist, was wiederaufzubauen wäre…
Mic
5. Dezember 2025 @ 17:17
Ich habe in Erinnerung, dass immer der Verlierer Reparationen an den Gewinner zu leisten hat. (Also nicht für Wiederaufbau)
Bin mal gespannt, wie dann die Unterschlagung der Zinsen aus dem eingefrorenen gewertet werden und wer die zusätzlich zu den dann freigegebenen Geldern zu zahlen hat….
Der Verlierer wird dann nichts mehr haben.
Wie einst Deutschland.
Hatte trotzdem geklappt. Ganz ohne Forderungen..
Wette, dass diesmal unsere ‘schlauen’ dieses dem armen, gebeutelten Verliererland nicht zumuten werden…
Eric Bonse
5. Dezember 2025 @ 18:05
Reparationen gab es nach dem 1. WK – für den Anstifter und Verlierer, das Deutsche Reich. War aber keine gute Idee, der Versailler Vertag hat den Aufstieg von Hitler begünstigt.
Deshalb gab es nach dem 2. WK auch keine finanziellen Reparationen mehr. Es gab vor allem Demontagen und die Beschlagnahmung von Auslandsvermögen.
Nun hat die EU aber schon russisches Vermögen beschlagnahmt. Es vor Ende des Krieges zu nutzen, um damit Waffen zu finanzieren, würde einen historischen Präzedenzfall schaffen.
Russland hat erklärt, daß dies einen “Casus belli” darstellen könnte, einen Kriegsgrund. Zur Befriedung trägt es also nicht bei, ganz im Gegenteil…
KK
5. Dezember 2025 @ 18:45
@ Mic:
“Ich habe in Erinnerung, dass immer der Verlierer Reparationen an den Gewinner zu leisten hat. (Also nicht für Wiederaufbau)”
Können Sie sich erinnern, dass die USA an Vietnam Reparationen gezahlt hätten, nachdem das US-Militär mit eingekniffenen Schwänzen nach Hause gefahren ist – und ein in weiten Teilen verwüstetes Vietnam hinterlassen hat?
Nun ja, wenn es Gewinner und Verlierer gibt (das ist ja nicht die Regel, dass einer dem anderen die Bedingungen diktieren kann). Und ja, Reparationen dienen dann dem, der sie bekommt, idR zur Beseitigung der Kriegsschäden, materiell und ideell.
Und Russland hat – besonders als Gewinner – ein eigenes Interesse daran, zumindest den Ostteil der Ukraine wieder aufzubauen, nicht wahr? Und da die Ukraine ohnehin faktisch bereits pleite ist, wäre da auch nicht wirklich für den Gewinner etwas zu holen.
Den Rest hatt Herr Bonse gut auf den Punkt gebracht – sollte der Westen Russland ähnlich ausbeuten wie die Allierten es mit Deutschland in Versailles gemacht haben, dann werden sie sich wohl eher früher als später nach einem Pragmatiker wie Putin zurücksehnen…
Mic
6. Dezember 2025 @ 06:56
@KK
Ausgehend davon, dass Russland als Gewinner dastehen wird, wird es jedenfalls sein Geld zurückbekommen incl Zinsen, oder etwas nicht?
Um dann seine neuen Gebiete wieder in Schuss zu bringen, müsste nach der Logik der Reparationen doch weiteres Geld nach Russland fließen. Der Westen wäre dann als Unterstützer der Verlierer gar nicht in der Position, Russland auszubeuten sondern im Gegenteil Bürge des Wiederaufbaus in den dann russischen (oder vielleicht sogar autonomen) Ostgebieten der jetzigen Ukraine.
european
5. Dezember 2025 @ 14:28
Je widerrechtlicher und zwanghafter die “Foerderung” der Ukraine durchgepeitscht werden soll, umso mehr draengt sich mir der Verdacht auf, dass es persoenliche Interessen daran gibt, die dann zutage treten, wenn es einen Deal zwischen Russland und den USA gibt. Ich bin sehr gespannt wie weit sich der laufende Korruptionsskandal noch erstrecken wird.
Ich hoffe, dass Belgien standhaft bleibt.
Michael
5. Dezember 2025 @ 13:17
Frage: wer ist dieser sog. Deutsche „Fachmann“!? Kiesewetter? Masala? Oder … ?
Eric Bonse
5. Dezember 2025 @ 14:36
Der Jäger 🙂
Michael
5. Dezember 2025 @ 18:35
Ah, manßdankt. Interessant und sehr ungebildet … so wie sog. Deutsche Experten eben sind!
umbhaki
5. Dezember 2025 @ 21:18
Ach, DER Witzbold! Der bereichert auffallend häufig die „phoenix runde“ mit seinen – durchaus verzichtbaren – Weisheiten, dieser Herr Professor für Internationale Politik und Außenpolitik an der Universität zu Köln.
Der von ebo verlinkte X-Post dokumentiert mit lobenswerter Kürze die Unwissenschaftlichkeit und Parteilichkeit dieses famosen Professors. In der „phoenix runde“ braucht er für dieselbe Botschaft immer viel mehr als diese 41 Wörter.
KK
5. Dezember 2025 @ 21:41
Ein Jäger, den man nun wirklich nicht zum Jagen tragen muss… :-/
Arthur Dent
6. Dezember 2025 @ 14:02
@Michael
“Transatlantik-Schlagseite im ÖRR” heißt ein Text von Mirko Jähnert im Blog “Ständige Publikumskonferenz…”, dort werden die meisten Fachleute (Claudia Major, Carlo Masala, Gustav Gressel, Thomas Jäger, Christan Mölling und einige mehr) und ihr Werdegang beschrieben.
Erneuerung
5. Dezember 2025 @ 12:51
Steinmeier hatte sich mal über Rattenfänger beschwert, und damit die AFD gemeint, ohne in seinem Hinterstübchen zu realisieren, dass damit 25% der Deutschen als Ratten definiert werden, und damit hat er als oberster Staatsherr das Grundgesetz ausgehebelt, denn eine Entschuldigung kam bis heute nicht.
Nun könnte man, allerdings mit der wichtigen Einschränkung, dass die zweibeinigen Bewohner Europas keine Ratten sind, vdL und Konsorten unterstellen, dass sie sich wie die Rattenfänger zu Hameln verhalten und die Europäer dem Aussterben zuführen wollen. Eine andere Erklärung finde ich nicht.
KK
5. Dezember 2025 @ 14:40
Damit steht Steinmeier doch nur in guter alter Tradition eines Franz-Josef Strauss, der politische Gegner auch gern mal als “Ratten iund Schmeissfliegen” bezeichnet hatte… meiner Ansicht nach müsste streng genommen beides unter “Hassrede” fallen, oder?
Pjotr
5. Dezember 2025 @ 15:56
Nee, das ist die gelebte “unsere Demokratie”.
Rudi
6. Dezember 2025 @ 10:31
Die AfD pauschal als Verfolgte zu beschreiben, ist falsch. Ich kenne welche, mit denen ich seit längerer Zeit interessante Diskussionen führe (wir wissen, dass wir uns nicht missionieren können und einige Standpunkte der Opposition und Kritik teilen). Aber ich erlebe auch AfDler, die rasten aus, wenn ich den Klimawandel anspreche, und verhalten sich gegenüber Andersdenkenden wie Berserker, vor allem, wenn es um das BSW geht. Chattende AfDler sind öfters Fälle für eine langwierige Therapie.