Fake News: Aufklärer auf Abwegen

Eigentlich soll die “East StratCom Taskforce” der EU Fake News aus dem Osten – sprich: Russland – aufklären. Doch ihr Infodienst ist selbst voller Fehler und Verzerrungen. Jetzt macht die Truppe einen Rückzieher.

Vorausgegangen waren Beschwerden aus den Niederlanden, wo die “Experten” zuletzt vermehrt russische Fake News gesichtet haben wollen. Hier die hochnotpeinliche, offizielle Erklärung per Mail:

An article published on the website of De Gelderlander was wrongly included in the list of disinformation cases on the EU vs Disinfo database. The article has been removed from this Database. This followed from a complaint by De Persgroep Nederland regarding this article.

Two other Dutch articles that were wrongly included in the EU vs Disinfo Database were removed from this database earlier, following a complaint by GS Media regarding an article published on the website of GeenStijl, and following a complaint by The Post Online and Mr Christiaan Aalberts, a freelance journalist, regarding an article published on the website of The Post Online.

Zuvor hatten die drei betroffenen Medien Klage gegen die EU eingereicht. Niederländische Abgeordnete haben sogar die Schließung der Taskforce gefordert.

In der Tat ist sie mit Meinungs- und Pressefreiheit kaum vereinbar. Zudem sind die angeblichen Beweise für Fake News oft an den Haaren herbei gezogen, wie mehrfach in diesem Blog berichtet.

Das hindert die EU-Kommission freilich nicht daran, nun auch noch selbst definieren zu wollen,was Fake News eigentlich sind – und was gelöscht werden darf…

 

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