Euro-Reform spaltet deutsche Ökonomen

Die Reform der Eurozone hat nicht nur die Eurogruppe gespalten – was zu einer monatelangen Lähmung und mickrigen Ergebnissen führte. Auch deutsche Ökonomen sind geteilter Meinung. 

Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Ifo-Instituts. Im “ifo Ökonomen-Panel” äußern 56 Prozent, sie seien nicht zufrieden mit den Reformen. Nur 29 Prozent zeigten sich zufrieden, der Rest war unentschlossen.

Eine Mehrheit der Professoren ist auch nicht überzeugt davon, dass die Gipfel-Beschlüsse die Währungsunion krisenfester gemacht haben. Nur 20 Prozent der Befragten glauben das. Etwas mehr glauben dies nicht, die Mehrheit ist gespalten.

Ebenfalls gespalten ist die deutsche Ökonomen-Zunft, wenn es ganz allgemein um die Währungsunion  geht. Einige hadern ganz grundsätzlich mit der Euro-Konstruktion, andere sind bereit, den französischen Weg zu gehen.

Die EU hatte sich am Freitag auf eine kleine Reform geeinigt, zu der auch ein Euro-Budget gehört. Die Details müssen allerdings noch von den Finanzministern ausgearbeitet werden.

Das Euro-Budget kann dann auch noch bei den Verhandlungen über den mittelfristigen Finanzrahmen 2021-2027 scheitern, die im neuen Jahr beginnen sollen – denn es ist auf eine kleine Budgetlinie des MFF geschrumpft…

Siehe auch “Deutsch-französische Euro-Pleite”

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