Drohnen über US-Stützpunkt – Belgien reagiert hilflos
EU und Nato haben angekündigt, ihre Drohnenabwehr zu verstärken und “feindliche” Flugobjekte abzuschießen. Doch den Worten sind keine Taten gefolgt, wie mehrere neue Vorfälle in Belgien zeigen.
Über einem Militärstützpunkt in Belgien, der als Nato-Basis dient und auch von der US-Air Force genutzt wird, sind an drei aufeinanderfolgenden Tagen verdächtige Drohnen gesichtet worden.
Doch obwohl sie angeblich mit einem “klaren Auftrag” unterwegs waren und von “fähigen” Akteuren gesteuert wurden – so Verteidigungsminister Francken – wurden die Flugobjekte nicht abgeschossen.
Beim letzten Vorfall am Sonntag stieg lediglich ein Polizeihubschrauber auf, der die Verfolgung aufnahm. Doch die Drohnen seien schließlich in Richtung Niederlande verschwunden, hieß es.
Viele ungeklärte Fragen
Das wirft Fragen auf. Warum werden die Drohnen nicht – wie mehrfach angekündigt – abgeschossen? Wieso werden sie nicht weiterverfolgt, wenn sie in die Niederlande fliegen?
Und wie steht es eigentlich um den Schutz von strategisch wichtiger Nato-Infrastruktur? Betroffen war die Basis in Kleine-Brogel, auf der US-Atomwaffen lagern. Bald sollen dort auch F-35-Jets stationiert werden.
“Wir laufen der Bedrohung hinterher”, räumte Francken ein. Bisher ist nicht einmal klar, um welche Art der Bedrohung es geht. Francken spricht von Spionage – doch das geht viel besser mit Satelliten.
Die EU und die Nato zeigen mit dem Finger nach Russland – doch solange keine Drohne abgeschossen wurde, bleibt dies eine unbelegte Behauptung. Genauso gut könnten die USA oder die Niederlande involviert sein…
Siehe auch Ukraine: Undurchsichtige Geschäfte mit dem “Drohnenwall”
P.S. In Belgien sollen unbekannte Drohnen künftig abgeschossen werden, wenn sie über wichtigen Militärbasen fliegen. Diese Order hat die belgische Armee ausgegeben. Der Abschuss dürfe allerdings nur erfolgen, wenn er keine Gefahr darstelle und keine Kollateralschäden zu erwarten sind. In der Praxis dürfte sich daher zunächst nicht viel ändern, zumal die belgische Armee nicht über die nötige Ausrüstung verfügt. Daher soll nun auch die Drohnenabwehr ausgebaut werden…

Niko
4. November 2025 @ 10:14
für wie blöd halten uns so einige Politiker und die sogenannten Qualitätsmedien? Oder glauben diese Leute den Mist selber? Dann wäre es aber sehr schlecht um unser Land bestellt und wir sollten uns dringend um ein wenig intelligentere Meinungsmacher umsehen.
KK
4. November 2025 @ 11:53
Den Konjunktiv können Sie weglassen… denn es IST sehr schlecht um unser Land – und EUropa – bestellt: ganz unabhängig davon, ob die diesen Mist selber glauben oder nicht!
Arthur Dent
3. November 2025 @ 23:50
Es gab in den 80ern angeblich schon mal sowjetische U-Boote vor Schweden, Biden hat chinesische Spionage-Ballons abschießen lassen, 2024 tauchten Drohnen in den USA auf und verschwanden wieder…
Pjotr
3. November 2025 @ 17:24
Sind das moderne Variationen der Erzählung vom “Sender Gleiwitz” oder anderer Lügengeschichten nach denen “zurück geschossen” werden musste?
Michael
3. November 2025 @ 15:30
Die ideologischen Wahrheiten des sog. Westens verlangen aus Prinzip dass Russland schuldig ist! Immer! Und wenn nicht direkt, dann ist es eine „false flag operation “! Allerdings, in Bezug auf hybride Kriegsführung, Drohnen über diversen westlichen Flughäfen und anderen Lokalitäten, stünde der sog. Westen mehr zu gewinnen wenn diese Inkursionen inszeniert und Russland untergeschoben würden,anstatt von Russland durchgeführt worden zu sein! Eine westliche „false flag operation“! Eine Frage strategischer und taktischer Kalkulation: politisch werden Bevölkerungen weiter auf Kriegsstimmung getrimmt, und ökonomisch wird die Kriegswirtschaft bei Laune gehalten!
KK
3. November 2025 @ 14:53
„Warum werden die Drohnen nicht – wie mehrfach angekündigt – abgeschossen?“
Mehrere Antwortvorschläge, sortiert nach Wahrscheinlichkeiten:
1. Die Drohnen existieren gar nicht.
2. Man will sie gar nicht abschiessen, weil dann ja heraus käme, dass sie einem selbst oder einem „Freund“ gehören.
3. Man könnte versehentlich die Drohne eines „Freundes“ abschiessen.
4. Man musste erst mal herumtelefonieren, ob die Drohne nicht vielleicht einem Freund gehört.
5. Man hat wichtigeres zu tun, wie zB das Schreiben einer Routine-Pressemeldung über eine mutmassliche Drohnensichtung.
6. Es war eh nur die Amazon-Prime-Lieferung für den Chef.
WBD
3. November 2025 @ 13:47
Merkwürdigkeiten, in der Tat… Die allermeisten Drohnen hierzulande werden über Funk gesteuert, im VHF-Bereich. Diese Funksignale lassen sich erfassen (wenn nicht am Boden, dann zumindestens vom Hubschrauber aus) und analysieren, im Idealfall sogar anpeilen. Dann hat man schon mal, ganz grob, den Typus der Drohne, denn die Steuer-frequenzen und -sequenzen unterschidlicher Drohnen sollten den Behörden doch bekannt sein 😉
Hat man eine Peilung – ja, worauf warten wir denn…
Man kann sogar auf der Steuerungsfrequenz der Drohne ein starkes Störsignal senden, sodaß die Steuerung unmöglich wird, was allerdings ein Absturzrisiko mit möglichen Schäden mit sich bringt. Im Idealfall, bei bekannten Steuerungssequenzen, kann man die Drohne sogar ‘kapern’ und kontrolliert zur Landung bringen.
Im russisch-ukrainischen Krieg werden deshalb die Drohnen von beiden Seiten nicht mehr per Funk gesteuert, sondern über kilometerlange (!!) Glasfaserkabel…
Übrigens, der Spruch „Bündnisfall verzweifelt gesucht“ ist ein Volltreffer !!
ebo
3. November 2025 @ 13:56
Glaubt man Francken, so wurde ein Störsender eingesetzt – doch ohne Erfolg.
Das ist das Merkwürdige bei all diesen “Drohnen”: Sie lassen sich nicht einfangen oder abschießen, sie geben nicht die üblichen Signale ab, lassen sich nicht peilen oder stören – und entschwinden am Ende irgendwie ins Nirwana 🙂
palman
3. November 2025 @ 19:01
@ebo et al. – tja, DA muß man “vor’m Zuch” von “UAPs” fabulieren – ersetzt nämlich just offiziell den Begriff “UFOs” (“UAP vs. UFO” googeln) !?! – und “längstens” ist man – gerade auch bei FluchHäfen etc. – durch SPEZIAL-Firmen in der Lage, o.g. “Technische FlugObjecte” zu “liquidieren” – nur so nebenbei 😉
Erneuerung
3. November 2025 @ 13:42
Da nichts klar ist, muss man nach dem Nutzen von solchen Ereignissen, und vor allem, wem das nützt, fragen.
Können die Russen irgendeinen Nutzen daraus ziehen, evtl. mit hochauflösenden Bildern? – Das wurde schon beantwortet, ein Satellitenbild in guter Qualität erkennt Situationen und Geräte genauso.
Was bleibt:
Entweder Hobbypiloten, die sich einen Spaß erlauben oder Bilder verkaufen wollen, oder die Kriegstüchtigkeit der Europäer soll mit solchen News erhöht werden.
Ich denke mal, keines der Ursachen wird irgendwelche messbaren Erfolge verbuchen.
umbhaki
3. November 2025 @ 13:17
Tut mir leid, aber die ganze Drohnengeschichte ist nicht glaubwürdig. Angefangen davon, dass es offenkundig keinerlei eindeutige Bilder (Handyfotos/-filmchen oder ähnliches, wo doch fast jeder heutzutage mit so einem Ding herumläuft) gibt, bis dahin, dass es angeblich unmöglich erscheint, mal so ein Flugobjekt zu verfolgen oder einen Urheber festzustellen, stimmt einfach gar nichts an der ganzen Geschichte.
Mir erscheinen nur zwei mögliche Erklärungen als wahrscheinlich.
(1) Irgend welche privaten Hobby-Drohnenpiloten, die sich „Späße“ erlauben und zunehmend feststellen, wie schön man damit mächtige Behörden narren kann. Oder:
(2) Die sogenannten Ereignisse gibt es überhaupt nicht. Überschrift über einem einschlägigen Artikel von Reinhard Lauterbach in der aktuellen »konkret«: „Bündnisfall verzweifelt gesucht“.
Vor dem Einmarsch der Russen in die Ukraine hätte man europaweit die „Klimakleber“ für die angeblichen Drohnenflüge verantwortlich gemacht.