Deutsch-französischer Fehlstart ins neue Jahr
Kanzler Merz wollte den deutsch-französischen “Motor” wieder anwerfen. Das hat nicht geklappt – beim EU-Gipfel im Dezember lag er mit Präsident Macron in wichtigen Fragen über kreuz. Nun legen Merz und Macron auch noch einen Fehlstart ins neue Jahr hin.
Eigentlich hattten Merz und Macron vereinbart, bis zum 31.12.25 eine Entscheidung über das neue europäische Luftkampfsystem FCAS zu treffen. Doch sie wurde erneut vertagt – auf einen unbestimmten Zeitpunkt.
FCAS steht für „Future Combat Air System“ und wäre das größte und teuerste europäische Rüstungsprojekt aller Zeiten. Die Gesamtkosten werden auf einen dreistelligen Milliardenbetrag geschätzt.
Ursprünglich sollte die Einigung schon im August fallen – nun ist die Realisierung wieder völlig offen. Es gibt nicht einmal einen neuen Termin. Dabei ist FACS nicht der einzige deutsch-französische Zankapfel.
Ärger gibt es auch wegen des Mercosur-Abkommens, das Merz um jeden Preis durchboxen will – ohne Rücksicht auf Frankreich. Macron hat es dennoch ausgebremst, zusammen mit Italiens Regierungschefin Meloni.
Sogar beim Thema Ukraine liegen Merz und Macron über kreuz. Merz will “führen” und gibt dafür jede Menge Geld aus. Macron hat kein Geld, führt aber das große Wort in der “Koalition der Willigen”.
Gemeinsam mit Großbritannien will Frankreich angeblich bis zu 15.000 Soldaten in die Ukraine schicken, als Teil einer “Friedenstruppe”. Deutschland ist bisher nicht dabei, der große Friedrich laviert…
Siehe auch Bundeswehr in die Ukraine? – Merz lässt es offen
P.S. Einen Fehlstart legte auch Bulgarien hin. Das EU-Land ist seit dem 1.1.26 stolzes Mitglied der Eurozone, hat jedoch weder eine Regierung noch ein Budget. Der Budgetentwurf für 2026 war nach massiven Protesten zurückgezogen worden. Die EU-Kommission feiert trotzdem: “The euro will bring benefits for the Bulgarian people making payments and travel easier”, verspricht Behördenchefin von der Leyen…

2. Januar 2026 @ 14:39
Der reiche Sozialstaat und die notleidende Wirtschaft – Merz hat schon mal mit grundlegenden Reformen gedroht.
2. Januar 2026 @ 14:01
…für 2026 werden unsere Flachkräfte dafür sorgen, daß alles so bleibt…wir haben ja auch keinen Flachkräftemangel
2. Januar 2026 @ 10:50
Merz füttert sein Ego mit dieser durchgeknallten Führungsrolle, die andere Deutschland zugedacht haben. Und natürlich dient er damit dem angloamerikanischen Kapital, vertreten durch Blackrock. Dies alles auf Kosten der deutschen und europäischen Bürger. Es darf keine deutsche Führung geben, weder durch Merz, noch durch von der Leyen.
2. Januar 2026 @ 12:51
“Merz füttert sein Ego…”
Und ist dabei 12 Meter groß… 😉
2. Januar 2026 @ 10:07
Dazu passte zum Jahreswechsel die Merz‘sche Rede ohne Ansprache! Zum Abschalten!
2. Januar 2026 @ 11:51
Wie? Noch nicht mal ein „Volk!“ vorneweg?
2. Januar 2026 @ 09:51
Um etwas zu bewegen, braucht man:
— SMARTe Ziele (SMART = specific + measurable + achievable + reasonable + time-bound): Vor allem mit Achievable und Reasonable hapert es bei der EU und speziell bei Merz heftig.
— Eine Strategie, wie die Ziele erreicht werden können: Da wird es ganz finster – die einzige Strategie, die ich erkennen kann, ist “Wishful Thinking”.
— Ressourcen, also Menschen, Material, Infrastruktur und vor allem Geld: Genügend Einwohner hat die EU ja, aber ansonsten? Vor allem beim Thema Geld, kann der Ansatz der EU, die Reichen zu schonen, Austerität für die Mitgliedstaaten auszurufen und dann jeden verbleibenden € mehrfach zu verplanen, nur noch mit magischen Kräften am Leben gehalten werden.
2. Januar 2026 @ 08:54
Solange nicht alle im Gleichschritt dem deutschen Führer hinterherdackeln, bin ich einigermassen beruhigt. Fehlstarts sind zwar schlecht für die Ukrainische Union, aber gut für Europa. Europa braucht mehr Fehlstarts!
2. Januar 2026 @ 08:53
Einwandfrei und mal ehrlich, wer will wirklich, dass Deutschland einen dritten Anlauf zum totalen Untergang anführt. Da haben die Fehlstarts doch tatsächlich etwas Gutes und sollten zu unser aller Glück beibehalten werden.
2. Januar 2026 @ 08:41
Kann man irgendwie herausfinden, wieviele „Ausbilder“ aus Nato-Staaten bislang in der Ukraine umgekommen sind? Das wäre wichtig für die Motivation der „Friedenstruppen“ der Koalition der Willigen und der Truppen Russlands.