Wie das Ausland den “Vorfall” von Berlin sieht

Hat der Terrorismus nun auch in Berlin zugeschlagen? Während sich die deutschen Medien noch an die offiziellen Sprachregelungen halten, berichten internationale Medien viel direkter.

Wer heute Morgen die Zeitungen aufschlägt, lebt wieder einmal in zwei Welten. Hier das politisch korrekte Deutschland, in dem jeder zweite Satz lautet, man wisse nicht, ob es in Berlin einen Anschlag gab.

Dort die terrorerfahrenen Länder wie USA, Frankreich oder Belgien, die kein Blatt vor den Mund nehmen. Aus den USA berichtete CNN vorbildlich, wie der Fachdienst “Meedia” meldet.

Schneller als ARD und ZDF seien die Amerikaner gewesen. Schneller waren auch die Franzosen. Präsident Hollande kondolierte Kanzlerin Merkel schon, als die noch kein öffentliches Wort gesagt hatte.

“Le Monde” berichtet heute morgen von “chaotischen Szenen” am “Ort der Attacke”. Das war in deutschen Medien tabu. Dort wurde rund um die Uhr die Arbeit der Polizei gelobt – warum eigentlich?

Und in Belgien macht “Le Soir” Online mit dem “Massaker von Berlin” auf – und erklärt, “warum Berlin zum Ziel geworden ist”. Darauf müssen wir in Deutschland wohl noch etwas länger warten.

Schließlich hat Innenminister De Maizière ja schon im Januar – bei einem Selbstmordanschlag auf deutsche Touristen in Istanbul – so getan, als habe es rein zufällig Deutsche erwischt.

“Die Einschläge kommen näher”, hieß es schon damals in diesem Blog…

P.S. Derweil freut sich die “Süddeutsche”, dass die Berliner Polizei die “Informationshoheit” behalten habe. Ein merkwürdiges Rollen-Verständnis! Die sollte nämlich normalerweise bei der 4. Gewalt liegen, selbst bei “Vorfällen” wie in Berlin!

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