Wegen Irankrieg: Belgien fürchtet Rezession und Schuldenkrise
Die Irankrise könnte nicht nur die europäische Wirtschaft treffen, sondern auch eine neue Finanzkrise auslösen. Davor hat der Gouverneur der belgischen Zentralbank, P. Wunsch, gewarnt. Sollte der Krieg noch lange dauern, so sei mit einer technischen Rezession und einem ansteigenden Staatsdefizit zu rechnen, so Wunsch. Da Belgien ohnehin schon hoch verschuldet ist, würde das Land “angreifbar” werden – Spekulanten könnte eine neue Schuldenkrise auslösen. Um dies zu verhindern, fordert der Zentralbänker eine strikte Budgetpolitik. Großzügige Hilfen wie 2022 dürfe es nicht geben: “Es ist kein Geld mehr da”. Dasselbe lässt sich über die meisten EU-Länder sagen – und über das EU-Budget. Brüssel kann uns nicht mehr schützen, selbst wenn es wollte…

1. April 2026 @ 09:48
@Nobody
Super Zitat. Entweder Einzelne werden reich oder Wohlstand für alle. Es gibt genügend Untersuchungen die belegen, dass Gesellschaften die die Güter etwas “gleichmäßiger” verteilen zufriedener und weniger gewalttätig sind. Warum geht das nicht mit CDSUSPDGrüneFDPAfD?
@european
Volltreffer! 😀
31. März 2026 @ 22:56
Man regiert ja nicht für die breite Mehrheit, sondern für einige wenige der “upper class”. Gegen Rentner und für die Rüstung. Wertegeleitete Außenpolitik, aber nur, wenn sie unseren Interessen dient. Die Interessen der Wenigen werden als Interessen der Allgemeinheit dargestellt. Immer nur den Anschein der Tugend erwecken, die Tugend selbst ist hinderlich. Gefragt sind Korruption, Heimtücke und Empathielosigkeit.
31. März 2026 @ 16:23
“Spekulanten könnten eine neue Schuldenkrise auslösen” ??? – Da hat doch wohl einen Riegel vorgeschoben, hat man denn nichts gelernt aus der Banken-, Euro-, Finanz-, Griechenland-Krise?
🙂
31. März 2026 @ 16:00
Nach quasi Stagnation und jetzt Rezension denke ich die Tendenz verweist klar auf Depression. M. E. schadet es zumindest Europa nicht wenn zukünftig mehr Wachstum und Wohlstand dem Globalen Süden zugute kommen als bisher. Es geht dabei immerhin um eine 3/4 Mehrheit der Weltbevölkerung! Mir ist viel des Überflusses im sog. Westen inzwischen nurmehr eine Belastung!
31. März 2026 @ 14:19
@Palman
Das geht nicht. Schulden und Guthaben addieren sich weltweit auf zu NULL. Man kann nicht weniger Vermögen als Schulden haben. Stichwort: Doppelte Buchführung. Sehr einfach zu verstehen. Die Welt kann nicht dreifach in den Miesen sein gegenüber den Guthaben. Diese Glaubenssätze sorgen dafür, dass die wahren Probleme, nämlich die unglaubliche Vermögensverschiebung von unten nach oben, nie wirklich in Angriff genommen werden. Der Begriff Sondervermögen ist gar nicht so verkehrt, weil die Staatsschulden automatisch zum Vermögen anderer gehören. Das war übrigens mal so gewollt. Staatsanleihen als mündelsichere Geldanlage galten mal als sehr gute Wahl für den Bürger, sich am Erfolg des Landes zu beteiligen. Bis die schwäbische Hausfrau die Bühne betrat und einen ganzen Kontinent in die Dauerrezession schickte, Länder marode wurden, die Rechten auf den Plan kamen und nun nicht mal mehr etwas tun müssen, um Wähler für sich zu gewinnen.
Steve Keen, der australische Ökonom, sieht noch ganz andere Dinge anrollen, z.B. den Kollaps des Bitcoin und auch anderern Crypotwährungen aufgrund fehlender Energie durch die Kriege und auch sinnlose Sanktionen. Seine letzten 2 podcasts sprechen für sich.
https://youtu.be/EJicZxhhzgc
und hier:
https://youtu.be/Xg03sAMqokY
Flassbeck hat gerade dem Kontrafunk ein sehr gutes Interview gegeben und im Falle Europas den Zusammenhang zwischen Schulden und Guthaben wieder mal sehr einleuchtend erklärt. Es gibt kein Sparen ohne Schulden und die Zinsen kommen auch nicht von der Bank. Sehr einleuchtend auch die Ausführungen über die verfehlte Zinspolitik der EZB, Zinsanhebungen in der Krise, Sparen in die Krise hinein und die zerstörerische Wirtschaftspolitik der Exportüberschüsse.
https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/lebenswelten/wirtschaft-und-gesellschaft/wirtschaft-und-gesellschaft-hat-die-regierung-den-wirtschaftlichen-verstand-verloren
31. März 2026 @ 15:28
Ganz genau. Neben der neoliberalen Ideologie, die dafür sorgte, daß die Einkommen der unteren Schichten seit 20-30 Jahren stagnieren und fallen, während es “oben” zu immensen Reichtum kam, völlig sinnlos, kam jetzt noch die Russophobie und die Überheblichkeit der westlichen Geopolitik dazu. Wie frisch aus dem 19. Jahrhundert. Das wird auch der Irankrieg nicht ändern, im Gegenteil. Die Bundesregierung macht da weiter, wo die Agenda 2010 schon für immer mehr Armut sorgte und den Binnenmarkt schwächte. Die Reichen und Superreichen, die Empfänger leistungsloser Einkommen, zahlen weiterhin kaum Steuern und keinen Cent die Sozialkassen.
31. März 2026 @ 23:10
Es sind jetzt über 50 Jahre dieser Politik seitdem sie unter Helmut Schmidt anfing und reiche Deutsche mit Konstruktionen wie Doppelstiftungen (z.B. Kühne-Stiftung geg. 1976, Schwartz Stiftung etc.) oder Wohnortverlagerungen in das Ausland sich den gerechten Steuern entzogen und stattdessen als Mäzen hervortun dürfen um das Land nachhaltig nach ihrem Gutdünken zu gestalten.
“Wir können rießige Vermögen Einzelner oder eine Demokratie haben”
1. April 2026 @ 01:06
Das war keine schwäbische Hausfrau, das war ein verbitterter schwäbischer Gnom im Rollstuhl.
31. März 2026 @ 14:03
… und zum > GLOBAL-Schulden-HIMALAYA < nochmals mein Hinweis:
Seit “CorINna-PLANdemie wg. Global-STANDBY” (6 Wochen Lockdown ab Mitte März “20-20”), i s t der/die/das Global-DEBT von “284” auf just weit über “330” Billionen (Tsd.Mrd.) U$D weiter-e x p l o d i e r t !?! – und das bei einem Global-BIP von N U R gut “100” Bio. p.a. !?! – sprich: – die WELT ist mehr als DREI-fach “in den MIESEN” !?! – die Global-“VerMögensWerte” sind gerade mal mit gut “360” Bio. angegeben !?!
… und dabei sind noch NICHT die geschätzten über ZWEI Billiarden (Tsd.Bio.) in den Finanz-CASINOs mit eingerechnet … tja, sorry 😉