Update: Erdogan provoziert – nun auch Griechenland

Deutschland setzt auf “Dialog”, die Türkei auf Eskalation: Am Mittwoch haben sich die Spannungen im östlichen Mittelmeer gefährlich erhöht. Sultan Erdogan schickt seine Kriegsmarine, Griechenland setzt die Streitkräfte in Alarmbereitschaft.

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Zahlreiche Schiffe der türkischen Kriegsmarine bewegen sich südlich der griechischen Inseln Rhodos und Kreta. Auch zahlreiche Schiffe der griechischen Marine sind in der Region unterwegs, wie das griechische Staatsfernsehen berichtete.

Anlaß der Spannungen sind neue Gasbohrungen, die Erdogan nun offenbar vor der griechischen Insel Kastelorizo vornehmen will – in einem Gebiet, das laut UN-Seerechtskonvention zu Griechenlands Wirtschaftszone gehört.

Griechenland und Zypern hatten das Thema bereits am Rande des EU-Gipfels angesprochen – doch die Ratsvorsitzende Merkel sah sich nicht bemüßigt, den Mund aufzumachen und Erdogan vor weiteren Provokationen zu warnen.

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Eine Überraschung ist das nicht – Deutschland setzt auf Appeasement, allenfalls droht man mit wirkungslosen Sanktiönchen…

Siehe auch Erdogan provoziert – nun auch bei “Irini”

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Kommentare lesen (1)

  • “ Unter der Leitung des türkischen Geheimdienstchefs habe eine riesige türkische Delegation Libyen besucht: „Sie brachten ihre Wirtschaftsexperten und Vertreter türkischer Banken mit, einschließlich des Managers der Ziraat-Bank, der kam, um al-Miri, die alte osmanische Steuer, wieder einzutreiben.“ “
    Aus:
    https://www.freitag.de/autoren/gela/unterschiedliche-rollen-tuerkei-und-aegypten

    Auch der Flughafen Mitiga im Nordwesten Libyens scheint seine zivile nutzung aufzugeben. Aus dem selben Text:
    “ Er fragt: „Wie kann sich der libysche Präsidialrat in eine Situation begeben, in der ein türkischer Stabschef Vorträge auf dem libyschen Mitiga-Luftwaffenstützpunkt hält, ohne dass dabei ein einziger Libyer anwesend ist? Es ist verblüffend anzusehen, wie er [der türkische Stabschef] in Misrata ankam, aus dem Hubschreiber stieg und der Innenminister der ‚Einheitsregierung‘ [Fathi Bashagha] ihn bis zur Tür der türkischen Einsatzzentrale begleitete und dort wartete, während der türkische Stabschef eintrat, sich mit Türken traf, eine Rede auf Türkisch hielt, dann den Raum wieder verließ und der Innenminister ihn zurück zum Flugzeug begleitete. So etwas hatten die Libyer seit 1910, der Zeit des Kolonialismus, nicht mehr gesehen.“ “

    Läuft ja für den Sultan……
    vlg