Trump will wissen, wer als nächster die EU verlässt

Der Brexit scheint bei Beinahe-Präsident Trump und seinen Beratern Appetit auf mehr zu wecken. Jedenfalls haben sie sich bei der EU erkundigt, welches Land denn als nächstes austreten werde.

Dies meldet – ausgerechnet – die amerikanische Website “Politico”. Sie beruft sich auf den scheidenden Brüsseler US-Botschafter Gardner, der Gespräche von Trump-Beratern mit EU-Offiziellen wiedergab.

Nun würde man natürlich gerne wissen, wer die EU-Offiziellen waren – und was sie geantwortet haben. War es Juncker? Oder sein Adlatus Selmayr? Der warnte ja schon per Twitter vor Trump & Co.

Genützt hat es wenig. Trumps erster Gast aus Europa war ausgerechnet Brexit-Vorturner Farage. Auch die französische Nationalistin Le Pen wurde schon im Trump Tower gesichtet.

Weil die ganze Sache so peinlich ist, bemühen sich die Offiziellen beider Seiten nun, den Austausch herunterzuspielen. Ein Zerfall Europas würde den USA schaden, betont Gardner.

Dummerweise sehen das nicht alle so – auch nicht in der EU. So glaubt der ehemalige tschechische Präsident Klaus, der Zerfall der EU könne auch eine Chance sein. Das meldet jedenfalls “RT”.

Schön wäre es, wenn sich auch mal die EU-Offiziellen äußern würden, damit man nicht nur auf amerikanische und russische Quellen angewiesen ist. Doch die sind abgetaucht, wie immer…

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3 Responses to Trump will wissen, wer als nächster die EU verlässt

  1. kaush 13. Januar 2017 at 18:58 #

    ” So glaubt der ehemalige tschechische Präsident Klaus, der Zerfall der EU könne auch eine Chance sein.”

    Natürlich ist das so. Eine Veränderung birgt immer Chancen und Risiken.

    Nur – was begreift wer als Chance und was als Risiko? Da werden die Ansichten auseinander gehen.

  2. Peter Nemschak 13. Januar 2017 at 21:13 #

    Wer ist Donald? Wer ist Trump? Seine zukünftigen Regierungsmitglieder dürften, zumindest was das westliche Verteidigungsbündnis betrifft, eine realistischere Einschätzung als ihr Präsident zu haben.

  3. Peter Nemschak 16. Januar 2017 at 12:05 #

    Man wird sehen, ob Trump eine größere Belastung für die EU oder die USA ist. Jedenfalls ist seine Wahl eine interessante Belastungsprobe für die Stabilität der amerikanischen Demokratie, die derzeit unter Stress gleichermaßen von ihren Regierten und Regierenden steht.

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