Drohende Pleite der Ukraine: Von der Leyen lässt die fairste Option aus
In einem zwölfseitigen Brief hat EU-Chefin von der Leyen mehrere Optionen zur finanziellen Rettung der Ukraine präsentiert. Doch die naheliegendste und fairste Option fehlt.
Der Ukraine droht die Pleite. Kiew braucht nach Angaben des IWF im kommenden Jahr 20,1 Mrd. Euro an zusätzlicher Finanzhilfe, um Gehälter, Pensionen und andere Staatsausgaben zu decken. Der militärische Bedarf liegt bei 51,6 Mrd. Euro. Auf zwei Jahre hochgerechnet geht es um rund 140 Mrd. Euro.
Diesen Betrag will die EU in Form eines “Reparationsdarlehens” zur Verfügung stellen. Doch wie soll es finanziert werden? Von der Leyen und ihr Parteifreund Merz würden am liebsten auf das in Belgien “eingefrorene” russische Vermögen zugreifen. Doch Belgien stellt sich quer, Russland warnt vor “Diebstahl”.
Nun hat von der Leyen zwei andere Optionen vorgestellt. Entweder zahlen die Mitgliedstaaten die Finanzspritze aus ihrem nationalen Budget. Oder die EU verschuldet sich für die Ukraine. Die EU-Staaten müssten dafür Garantien abgeben. Deutschland lehnt beides ab, auch die Mehrheit der anderen Staaten ist dagegen.
Der Ball liegt wieder in Belgien
Ergebnis: das Reparationsdarlehen bleibt “als schonendste Variante” übrig, wie die FAZ schreibt. Damit spielt von der Leyen den Ball wieder zurück an Belgien. Sie will Premier De Wever bis zum nächsten EU-Gipfel Ende Dezember weich klopfen, damit er doch noch zustimmt und das russische Vermögen freigibt.
Es ist ein durchsichtiges Manöver, das offensichtlich mit Merz abgestimmt wurde. Dabei gäbe es noch eine andere, fairere Variante: Nicht nur die EU, sondern auch die USA und alle anderen Alliierten und Freunde der Ukraine sollen zahlen! Doch auf diesen naheliegenden Gedanken kommt die EU-Chefin nicht…
Sie nimmt US-Präsident Trump aus dem “Spiel” und riskiert stattdessen, das Kernland der EU, Belgien, unabsehbaren Risiken auszusetzen und den Ruf der belgischen Firma Euroclear als sicheren Anlagehafen unwiderbringlich zu zerstören. Für die Ukraine ist sie offenbar zu jedem Opfer bereit…
Siehe auch Euroclear warnt vor Zugriff auf russisches Vermögen

Andreas Mathys
19. November 2025 @ 11:44
Von der Leyen, Kallas + Co. sowie die Staatenlenker der sogenannt Willigen müssten sich die kürzlich vor dem EU-Parlament gehaltene Rede von John Mearsheimer anhören und dann die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Ganz kurz gesagt: endlich Diplomatie, Schluss mit Krieg, damit der schliesslich nicht zu verhindernde Rumpfstaat Ukraine nicht immer kleiner wird.
Niko
19. November 2025 @ 11:06
“Sie nimmt US-Präsident Trump aus dem “Spiel” und riskiert stattdessen, das Kernland der EU, Belgien, unabsehbaren Risiken auszusetzen und den Ruf der belgischen Firma Euroclear als sicheren Anlagehafen unwiderbringlich zu zerstören. Für die Ukraine ist sie offenbar zu jedem Opfer bereit…”
Die Amis würden ihr was pfeifen und Belgiern wird hoffentlich nicht so dumm sein sich nicht auf diesen dreisten Diebstahl einzulassen und damit das Vertrauen in den Finanzplatz zu zerstören.
Der Skeptiker
19. November 2025 @ 10:53
VdL ist der Untergang.EUropas. Hoffentlich zerbricht die EU, bevor sie uns endgültig ruinieren kann. Entweder das russische Geld wird unterschlagen und wir haften, gleichzeitig investiert niemand mehr in der EU, weil er der nächste sein könnte, der rechtswidrig enteignet wird oder wir bezahlen für diesen korrupten Staat und die Waffengeschäfte, die er eingeht ohne einen Cent in der Tasche zu haben. Und der Koksclown und die Rüstungsindustrie stecken grinsend das Geld ein.
Die Ukraine hat den Krieg verloren und hochverschuldet. Und EU Kommission und Kanzler veruntreuen unser Geld. Macron u.a. sind Handlanger der Rüstungsindustrie. 110 Raffael und x schwedische Flugzeuge. Warum sollte die Ukraine bekommen, was wir uns nicht ansatzweise leisten können und vor allem wofür? Der Geldhahn muss zugedreht werden!
Erneuerung
19. November 2025 @ 07:26
Die Humanitäts-, Wirtschafts- und Intelligenz“eliten“ vdL und Merz werden den Diebstahl durchdrücken, was Europa weiter nach hinten katapultieren wird. Die große Frage ist: Was passiert, wenn auch dieses Geld verpulvert ist, wo kommt das nächste her?
Ich meine mal gehört zu haben, dass selbst die USA nicht wenige Anleihen in China haben. Vielleicht findet sich ja ein erpresserischer Weg, China weichzuklopfen für Geldanleihen, oder auch nicht. Vielleicht wird auch Brüssel mal der nächste Ort für ein Tribunal.
KK
19. November 2025 @ 03:47
“Dabei gäbe es noch eine andere, fairere Variante…”
Nein, es gibt noch eine weitaus fairere Variante, die jedem offensteht, dem die Pleite droht: Eine geordnete Insolvenz!
Guido B.
18. November 2025 @ 17:45
Die Eliten der EU sind kollektiv dem Wahnsinn verfallen. Russland hat das inzwischen auch festgestellt. Die Wahnsinnigen brauchen ein gewaltiges Schockereignis. Es gibt namhafte russische Vordenker, die für Europa eine Therapie vorschlagen, die zuerst mal Deutschland ausschaltet. Irgendwie nachvollziehbar.
Arthur Dent
18. November 2025 @ 16:19
Aber bitte daran denken: Es muss dringend gespart werden, wir können uns das ganze Sozialgedöns nicht mehr leisten!
Vorbild ist “Kettensäge-Argentinien”.
Man ist in der EU übrigens Donald T. überaus dankbar, dass er die Güte hat,Waffen zu liefern und wir die bezahlen dürfen.