Rechts, zwei, drei

Der Rechtsruck bei der Europawahl wird konkret. Offenbar wird es nicht nur eine, sondern gleich drei rechtspopulistische und nationalistische Gruppen im neuen EU-Parlament geben. Besonders hässlich ist die Allianz des britischen Premiers Cameron, der auch die AfD beigetreten ist.

Was macht Le Pen? Nach den jüngsten antisemitischen Ausfällen ihres Vaters hatte Tochter Marine einige Mühe, eine Fraktion mit MEPs aus sieben Ländern auf die Beine zu stellen.

Doch jetzt ist es offenbar so weit. Die um ein moderates Image bemühte Le Pen-Tochter hat neben G. Wilders aus NL genug Ausländerfeinde und Faschisten um sich versammelt.

Die Einigung geht offenbar zu Lasten von EU-Gegner N. Farage. Er muss auf “Partner” aus Litauen und Polen verzichten und sieht derzeit wie ein Verlierer aus. Den Fraktionsstatus schafft er nicht.

Als Gewinner präsentiert sich hingegen der rechtskonservative ECR des britischen Premiers Cameron. Neben dessen Tories sollen auch die “Wahren Finnen” und die Dänische Volkspartei mitmachen.

Damit rücken Camerons “Konservative und Reformer” bedenklich nahe an den rechten Rand. Für Merkels konservative EVP, der auch CDU/CSU angehören, dürften sie nicht mehr akzeptabel sein.

Ärgerlich für die Kanzlerin ist auch, dass die AfD nun in Camerons Boot sitzt. Nach der netten Bootsfahrt in Schweden spuckt ihr der britische Premier nun  kräftig in die Suppe..

Siehe auch “Warum die Rechten gewinnen”

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