Neues vom Wirtschaftskrieg (46): Die “Unabhängigkeit” wird teuer

Der Wirtschaftskrieg gegen Russland zieht immer weitere Kreise. Die EU will bis zu 300 Mrd. Euro investieren, um von russischem Öl und Gas “unabhängig” zu werden. Die USA raten von einem Öl-Embargo ab. Und vor dem Panamerika-Gipfel hagelt es Kritik an den USA.

  • “Unabhängigkeit” von Russland wird teuer. Die Unabhängigkeit von russischem Gas wird für die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union teuer: Nach Einschätzung der EU-Kommission wird die Union bis zum Jahr 2030 bis zu 300 Milliarden Euro investieren müssen, um ihren Energiebedarf sicher über andere Quellen bedienen zu können. – Dazu kommt noch der Aufschlag, den die EU für ihe neue Abhängigkeit von Öl und Gas uas den USA, Katar etc. zahlen muss.
  • Die USA mischen sich in die Debatte über ein Öl-Embargo gegen Russland ein und versuchen, die EU von ihren bisherigen Sanktionsplänen abzubringen. Anlässlich der Europareise von US-Finanzministerin Janet Yellen schlugen hochrangige Vertreter der US-Regierung einen Strafzoll auf russische Öllieferungen als Übergangslösung vor. – Hintergrund ist die Gefahr, dass die Bestrebungen der Europäer, russisches Öl vom Weltmarkt auszuschließen, zu erheblichen Preissteigerungen führen – auch in den USA
  • Eklat vor Panamerika-Gipfel: Boycotts threaten to turn Biden’s Summit of the Americas into a political disaster. US neighbors say the president’s reported “democracy vs. autocracy” invite list is a no-go and are willing to forgo the whole thing. – Offenbar kommt das neue Freund-Feind-Denken der USA und der EU nicht so richtig gut an

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