Neues vom Wirtschaftskrieg (4)
Der Wirtschaftskrieg der USA und der EU gegen Russland zieht immer weitere Kreise. Die USA setzen nun auch China unter Druck und drohen mit Sanktionen. Der OECD warnt vor weltweitem Wachstumsknick und Energieschock, vor allem in Europa. In Deutschland sind die Lieferketten gestört.
- USA wollen China von Kooperation mit Russland abbringen und drohen erstmals offen mit Sanktionen. Derweil vertiefen Peking und Moskau ihre Zusammenarbeit – entsteht ein neuer Handelsblock?
- OECD warnt vor weltweitem Wachstumsknick und Energieschock – Inflation steigt weiter. Zudem befinde sich der europäische Energiemarkt “in einer extrem schwierigen Lage”.
- In 60 Prozent der deutschen Unternehmen sind die Lieferketten gestört – auch eine Folge der Sanktionen. “Inzwischen erreichen uns auf vielen Kanälen Rückmeldungen über eine starke Zunahme der Probleme”, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier.
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18. März 2022 @ 11:47
“ USA wollen China von Kooperation mit Russland abbringen und drohen erstmals offen mit Sanktionen. “
Die USA fahren seit Jahren Sanktionen gegen China.
Mit dem FED System hat die USA auch eine Waffe auf den Kriegsschauplatz gebracht, die für China ausgesprochen verführerisch ist.
Dieses US Verhalten ist ja keine Stärke.
Nun trifft es sich, das die FED auch den Zinszyklus dreht, eine bemerkenswerte Gleichzeitigkeit.
Diese 127 Mio. Dollar, die gerade an Zinsen bei den Russen fällig werden nicht zu zahlen hätte eine Menge Bumms, beim Krieg um den Dollar.
Was kann den Russen schon passieren? Das Potential ist komplett ausgeschöpft.
Es wäre aber für „die Welt“ ziemlich lehrreich, wie weit die USA gehen.
Werden die USA die Goldreserven beschlagnahmen?
Nach dem Einfrieren der russischen Währungsreserven durch die FED wäre das schon interessant.
Im Übrigen wackelt der Petrodollar.
Es gibt erste Absprachen über Handel in anderen Währungen als Dollar.
Das wird bei den unterschwelligen (nicht so stark beachteten) Märkten für Rohstoffe und waren nicht viel anders sein.
Da baut sich jetzt ein Netzwerk aus Zahlungen auf. das ist auch extrem einfach.
Eine Notenbank tippt eine Zahl ein und sagt: So es werde Geld und dann ist das Geld.
Eine zweite tut das selbe und dann tauscht man.
Es kann ja kein Verlust auftreten. Notenbanken machen in ihren Währungen keine Verluste.
Dann bekommen die Handelnden die waren in jeweils der eigenen Währung ausgezahlt. Ein ganz einfacher Swap.
Es ist eine rein politische Frage wie man mit den Differenzen/Überschüssen umgeht.
Beim Geld ist das absolut egal. Wo das nicht funktioniert, da tauscht man einfach.
Deutschland hat vor dem DoppelWK und zwischen den beiden Kriegen umfangreich getauscht. Sehr erfolgreich. Da schaltet man ja jegliche Spekulation aus und spart die Kosten des Bankwesens.
Ziel ist jetzt der Dollar. Die Situation ist viel zu verführerisch um die vorbeiziehen zu lassen.