Neues vom Wirtschaftskrieg (299): Russland setzt Diesel-Export aus

Deutsche Firmen hoffen trotz Krieg auf gute Geschäfte in der Ukraine. Amerikas Ölindustrie verdient am Iran-Krieg wie nie zuvor. Und Russland setzt Diesel-Export nach ukrainischen Angriffen aus.

  • Russland setzt Diesel-Export aus. Russia has brought in a ban on diesel exports as Moscow seeks to mitigate the impact of a worsening fuel crisis sparked by Ukrainian attacks on energy infrastructure. “A ban on diesel fuel exports has been introduced today,” Russian Deputy Prime Minister Alexander Novak said during a government meeting with President Vladimir Putin on Wednesday. “This will enable us to increase supplies to the domestic market in July”. Kyiv has been ramping up its attacks on Russia’s energy industry in recent months, particularly targeting oil facilities such as refineries, depots, and terminals. The attacks have led to fuel shortages and a spike in prices across parts of Russia and Russian-occupied territories, with people forced to queue for hours at petrol stations amid limited supply. (Euronews) Was wie ein Erfolg für die Ukraine klingt, könnte auf die EU zurückschlagen. Denn der Weltmarkt für Diesel ist eng vernetzt; die Dieselpreise in Europa gehen wieder nach oben – auch infolge des wieder aufgeflammten Irankriegs
  • Amerikas Ölindustrie verdient am Iran-Krieg wie nie zuvor . Während US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe mit Iran für beendet erklärte, schossen die Ölpreise wieder nach oben. Die größten Gewinner der neuen Eskalation sind die amerikanischen Ölkonzerne. Sie werden infolge von Trumps Krieg gegen Iran voraussichtlich Rekordgewinne verzeichnen, die wahre Rechnung zahlen allerdings die Verbraucher an der Zapfsäule. (…) Nach Angaben der Financial Times (FT) wird für ExxonMobil im zweiten Quartal ein Nettogewinn von 15 Milliarden Dollar erwartet, für Chevron 9,7 Milliarden, jeweils mehr als das Dreifache des Vorquartals. Treiber sind die hohen Preise für Rohöl, Diesel und Kerosin. Der Raffineriebetreiber Marathon dürfte nach Prognosen des Finanzdatendienstes FactSet sein bestes Ergebnis seit 2022 vorlegen. (Berliner Zeitung)Als Reaktion fordert der Linken-Abgeordnete Günther die Einführung einer Übergewinnsteuer, wie 2022. Doch damals ging es gegen Russland, heute um die USA…
  • Deutsche Firmen hoffen auf gute Geschäfte in der Ukraine. Krieg und Strommangel bremsen die Ukraine, doch deutsche Unternehmen setzen auf den Wiederaufbau und planen laut AHK neue Investitionen. (…) Fast jedes zweite Unternehmen (47 Prozent) plant demnach, Personal einzustellen, 43 Prozent wollen ihre Investitionen binnen zwölf Monaten ausweiten. Noch bemerkenswerter ist: 38 Prozent der befragten Firmen wollen expandieren oder neu einsteigen – unabhängig davon, wann der Krieg endet. (…) Hinter dem Optimismus der Firmenzentralen lauert ein massives operatives Risiko: die systematische Zerstörung der Energieinfrastruktur durch russische Angriffe. Die Nationalbank der Ukraine prognostiziert für 2026 ein Defizit bei der Stromversorgung von rund 6 Prozent, was etwa doppelt so viel ist, wie ursprünglich erwartet wurde (telepolis) Wie schön, daß Deutschland die meisten Risiken in der Ukraine absichert. Wenn etwas schief geht, haftet der Steuerzahler…

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