Nach Schulz geht auch Tajani – zu Berlusconi

Das Europaparlament braucht womöglich schon wieder einen neuen Präsidenten. Nach dem Abgang des deutschen Sozialdemokraten Schulz hatte vor einem Jahr der italienische Konservative Tajani das Ruder übernommen.

Nun soll Tajani, der seinen Aufstieg der CDU und CSU verdankt, aus Straßburg  nach Rom wechseln und die Regierung führen – sagt sein Freund und Förderer Berlusconi.

“Antonio Tajani wäre eine wunderbare Option als Ministerpräsident”, schrieb der ehemalige Regierungschef auf Twitter.

Tajani, einer der Gründer des von Berlusconi angeführten Mitte-Rechts-Bündnisses Forza Italia, sei “hoch-respektiert in Europa” und stimme in hohem Maße mit ihm überein, so Berlusconi.

Die Unterstützung Berlusconis für Tajani wurde drei Tage nach einem Treffen des EU-Parlamentspräsidenten mit Berlusconi und Kommissionschef Juncker bekannt. Auch Juncker ist Konservativer.

In Italien wird am 4. März ein neues Parlament gewählt. Sollte Favorit Berlusconi die Wahl gewinnen, so wäre dies eine bittere Ironie der europäischen Geschichte.

Denn Kanzlerin Merkel hatte den “Bunga-Bunga-“Politiker auf dem Höhepunkt der Eurokrise von der Macht vertrieben. Und Schulz wurde durch ein Wortgefecht mit Berlusconi im Europaparlament bekannt.

Darin hatte Schulz den Italiener vehement in die Schranken gewiesen. Demnächst könnten sie gemeinsam über EUropas Schicksal entscheiden…

 

 

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