Nach EU-Sanktionen: Ukraine greift Öltanker im Mittelmeer an
Nach dem Wirtschaftskrieg eskaliert auch wieder der militärische Konflikt. In beiden Fällen geht es um die sog. “Schattenflotte”, mit der Russland sein Öl verschifft.
Kaum daß die EU ihre Liste von sanktionierten Tankern erweitert hat, schlägt die Ukraine zu – und greift ein Schiff im Mittelmeer an!
Es habe sich um einen „neuen, beispiellosen Spezialeinsatz“ gehandelt, hieß es beim ukrainischen Inlandsgeheimdienst SBU. Der Tanker „Qendil“ habe „schwere Schäden erlitten“ und könne „nicht mehr für seinen vorgesehenen Zweck eingesetzt werden“.
Der Angriff erfolgte in der neutralen Zone – doch von den Anrainerstaaten oder der EU hört man kein Wort. Statt Kiew zur Ordnung zu rufen, hat Brüssel gerade neue Milliardenkredite für den “Abwehrkrieg” auf den Weg gebracht…
Siehe auch EU gegen Russland: Wirtschaftskrieg weitet sich aus

20. Dezember 2025 @ 18:16
Die gesammelten Märchen der Rechtsstaatlichkeit:
Seerecht, Kriegsrecht, Handelsrecht, Staatsrecht, internationales Recht, sogar das Menschenrecht. Wir wollen uns partout nicht mehr darauf besinnen, geschweige denn unser Handeln danach richten.
Die Rechtsgeschichte lehrt uns gerade, das die Vorstellung von „Recht im angesicht der Macht“ als zu vernachlässigendes „nice to have“ erscheint.
Die Rechtsschmöker kannste dir ins Regal stellen als „Statussymbol“ und die depperten Rechtsgläubigen damit beeindrucken.
Wir erleben gerade den jedem Rechtsgedanken Hohn sprechenden nackten Imperialismus einer Clique durchgeknallter, schwerreicher Krimineller.
Wir können die Aufklärung fahren lassen und uns versuchen „einzugraben“, bis die Spinner sich gegenseitig erledigt haben. Falls es dann noch etwas wie Zivilisation geben sollte: Neuanfang…
21. Dezember 2025 @ 01:17
„Wir können die Aufklärung fahren lassen und uns versuchen „einzugraben“, bis die Spinner sich gegenseitig erledigt haben.“
Ich bin in einem Alter, wo das „Eingraben“ sowieso ein Gedanke ist, an den man sich gewöhnen sollte… und es war eine gute Entscheidung, mir das Fortpflanzen zu verkneifen, und ich mir keine Gedanken um meine Nachkommen machen muss.
Seltsam, dass den Verantwortlichen ihre eigenen Nachkommenschaft offenbar so wenig zu bedeuten scheinen – aber vielleicht haben sie ja bereits Bunker gegraben und reichlich Geld für Generationen beiseite geschafft.
21. Dezember 2025 @ 08:29
Und Uncle Sam macht, was er will, Völkerrecht hin oder her. Er wetzt alte Scharten aus, wie seinerzeit 1953 im Iran. Und die Wertegemeinschaft sieht allen “ Verwerfungen“ nur (machtlos) zu. Auch keine Empörungen. Man stelle sich nur vor, Putin würde ähnlich agieren, was noch kommen könnte, und dann?
20. Dezember 2025 @ 12:24
Die Ukraine wird im Mittelmeer aktiv? Haben die zuhause nix mehr zu tun?
Böse Zungen in diesem Internet argwöhnen ja, dass es gar nicht die Ukrainer waren, die das Schiff angegriffen haben. Sondern die Briten, die das von ihren Stützpunkten auf Zypern aus erledigt haben könnten. Jene Briten, die schon seit 200 Jahren ziemlich viel veranstalten, um das verhasste Russische Reich (in welcher politischen Verfassung auch immer sich das in diesen 200 Jahren befunden hat) zu (zer)stören.
Ach übrigens: Die Nordstream-Röhren wurden von ein paar engagierten ukrainischen Privatleuten zerstört. Von einer 15-Meter-Yacht aus. Bestimmt!
20. Dezember 2025 @ 11:51
Die Ukrainer, das sind doch die Guten, die dürfen das, selbstverständlich haben sie dafür unsere vollste Zustimmung und Unterstützung, selbst wenn es noch so rechtswidrig ist. Ich habe mich informiert, sowohl aus Kreisen der EU, als auch aus der Reihe der grünen Moralapostel hört man nichts. Recht, Anstand und Moral haben dafür mal wieder Pause, da ist man sehr flexibel „Pfui Teufel“.
20. Dezember 2025 @ 09:59
Vladimir – von Vlad und Mir, kann man übersetzen mit ‚Herrscher der Welt‘, Wolodymyr – dasselbe auf Ukrainisch. Donald – keltisch Domhnall, bestehend aus Dumno“ (Welt) und valo (herrschen), also noch ein ‚Herrscher der Welt‘. Gut das wenigstens unser Friedrich ein ‚Friedensherrscher‘ ist…
20. Dezember 2025 @ 12:48
“Gut das wenigstens unser Friedrich ein ‚Friedensherrscher‘ ist…”
Etymologie kannste knicken, wie hier beispielhaft zu sehen ist… 😉
20. Dezember 2025 @ 09:55
@KK: Das Schiff fährt wohl unter der Flagge des Oman.
Das Verhalten der ukrainischen Verbände ist m.E. seerechtswidrig. Daraus könnten sich für den Eigentümer Schadenersatzansprüche ergeben und selbstverständlich hätte der Oman nach dem Völkerrecht die Möglichkeit der Selbstverteidigung, wäre der Vorfall nicht schon abgeschlossen. In jedem Fall ist das ein feindlicher Akt gegen und ein casus belli für den Oman. Allerdings wird, wie bei Rechtsverstössen der ukrainischen Regierung üblich, natürlich auch hier nichts passieren, da der Oman zwar formal neutral ist aber doch mehr im westlichen Lager steht.
20. Dezember 2025 @ 11:51
Ein möglicher Schadensersatz würde ja am Ende wohl auch nur über den Umweg der faktisch insolventen Ukraine von der EU bzw. seinen Steuerzahlern bezahlt werden…
19. Dezember 2025 @ 23:38
Unter welcher Flagge fuhr das Schiff eigentlich – die russische ist es ja wohl nicht, denn sonst wäre die Trickserei mit dem Begriff „russische Schattenflotte“ ja gar nicht nötig… und mal anders gefragt: ist ein solcher Angriff auf das Schiff eines anderen Flaggenstaats dann formaljuristisch nicht seerechtswidrig – und ggf. sogar ein Kriegsverbrechen?
20. Dezember 2025 @ 15:09
Ich traue mir nicht zu, diese Frage abschließend zu beantworten, aber vielleicht einige Hinweise zur Rechtslage:
Das San Remo Manual gilt allgemein als Wiedergabe gewohnheitsrechtlich verbindlicher Regeln für die Seekriegsführung (auch wenn es nicht formal als Vetrag o.ä. beschlossen worden ist).
Regel 113 besagt, dass ein neutrale Flagge nur den ersten Anschein dafür begründet, dass das Schiff tatsächlich neutral und nicht feindlich ist. Wenn man sich selbst jetzt genug Geheimdienstmaterial beschafft, dass ein Schiff „zu Russland gehört“, dann müsste man die Flagge, die das Schiff fährt, nicht mehr berücksichtigen.
Regel 60 besagt, dass ein ein feindliches Handelsschiff dann zu einem militärischen Ziel wird, wenn es u.a. folgende Aktivitäten durchführt: (a) kriegerischer Handlungen im Namen des Feindes, z. B. Durchtrennen von Unterwasserkabeln … (c) Durchführung von Aufklärungs-, Frühwarn-, Überwachungs- oder Kommando-, Kontroll- und Kommunikationsmissionen; … (f) in einem Ausmaß bewaffnet sein, dass sie einem Kriegsschiff Schaden zufügen könnten;
Ich lese für meine Begriffe zunehmend Berichte darüber, dass die „russische Schattenflotte“ genau den o.g. Aktivitäten nachgehen und inzwischen teils auch bewaffnet sein würde. Es liegt umgekehrt auf der Hand, dass Russland das o.g. eigentlich wissen und deshalb vermeiden sollte. Die Fakten kenne ich nicht; nach meinem Eindruck sind sie aber der Öffentlichkeit auch nicht zugänglich.
Wenn das feindliche Handelsschiff selbst als militärisches Ziel zu klassifizieren ist, dann kann es grundsätzlich auf See auch angegriffen werden. Vermeiden muss man nur die Territorialgewässer (12 sm Zone) neutraler Staaten, d.h. Gewässer von Staaten, die nicht selbst Partei des Konflikts sind (folgt aus Regeln 14 und 13 d).
Wenn ich mir diese Angriffe so in Summe anschaue, dann spricht m.E. einiges dafür, dass bei der Ausführung relativ gut darauf geachtet wird sich grob im Rahmen des o.g. zu halten.
Ob eine rechtliche Argumentation wie oben tragfähig oder nur vorgeschoben ist, kann ich wie gesagt nicht beurteilen.
21. Dezember 2025 @ 15:19
Wo sehen Sie denn ihre kleinen a) und c) der Regel 60 bei einem Tanker, der auch nach westlicher Erzählung dem Transport – völkerrechtswidrig, wohlgemerkt – sanktionierten Öls dient; selbst eine Bewaffnung nach Punkt f) wäre nach den der Piraterie gleichkommenden Aktionen gegen diese Schiffe von Staaten, die selbst offiziell keine Kriegsparteien sind (Deutschland und Frankreich sind da zB schon aktiv geworden), letztlich nur eine Massnahme der Selbstverteidigung. Aber offensichtlich war das Schiff nicht entsprechend schwer bewaffnet, sonst hätten wir dafür wohl inzwischen Belege sehen müssen.
21. Dezember 2025 @ 22:33
@KK
Ich fühle mich missverstanden: Was ich aufschrieb, war als rechtliche Begründung gemeint, wie man m.E. zu einer Rechtfertigung der Angriffe kommen könnte, die in Übereinstimmung mit dem steht was altmodisch Seekriegsrecht genannt würde. Daraus ergibt sich aber auch genau im Gegenschluss, wann sie es nicht sind dieser Argumentation nach.
Ob gerechtfertigt oder nicht, ist dann eine Frage der Fakten, die ich nicht kenne. Ich kenne nur Medienberichte mit von mir nicht einzuschätzender Qualität in dieser Frage.
Was man aber zusätzlich bedenken sollte: Ist die Frage der jeweiligen Einordnung der Schiffe eine Frage die individuell pro Schiff zu beantworten ist oder kann das pauschalierend generell beantwortet werden? Was ich lese stellt meistens auf die „russische Schattenflotte“ generell ab, so dass in der Öffentlichkeit jedenfalls eine pauschalierende Bewertung faktisch vorgenommen wird.
19. Dezember 2025 @ 16:50
Ich sag es ja immer , die Nato, die EU will unbedingt den Krieg mit Russland.
Übrigens einfach austauschen, SBU = CIA/MI6 und Ukraine = USA/GB/EU.
Letztes Mal hat es ja geheißen : Schlafwandler, nun heißt es: Boiling the Frog.
Das Ergebnis wird diesmal dasselbe sein.
19. Dezember 2025 @ 16:19
Der Herr Selenskyj hat gestern nur die Hälfte dessen, was er wollte, bekommen. Daher spielt er nun in neutralen Gewässern „Schiffe versenken“, ohne Rücksicht auf irgend etwas, wie z.B. Umwelt. Wenn er nicht irgendwie kalt gestellt wird, setzt er noch die ganze Welt in Brand. Vielleicht erkennen das auch endlich mal Leute, die in den letzten Jahren mit Scheuklappen herumgelaufen sind. Putin wird den Angriff beantworten müssen, um glaubhaft zu bleiben, national und international. Die einzige Möglichkeit, eine Antwort, z,B. mit Oreshniks, zu verhindern, wäre einesofortige Absetzung Selenskyjs,
19. Dezember 2025 @ 16:14
Naja, käme es zu einer Ölpest im Mittelmeer würde die EU sicher zahlen! Oder die Kosten vom Darlehen an die Ukraine einbehalten?