Lagarde: Frankreich (noch) kein Fall für den IWF
In Deutschland geht die Sorge vor einer Finanzkrise in Frankreich um. Nun kommt Entwarnung von der Europäischen Zentralbank – allerdings nur vorläufig und mit Vorbehalt.
Frankreich befindet sich nach Ansicht von EZB-Präsidentin Lagarde derzeit nicht in einer Lage, die ein Eingreifen des Internationalen Währungsfonds (IWF) erforderlich machen würde.
“Ich glaube, dass das französische Bankensystem gut kapitalisiert ist, dass es in einer besseren Verfassung ist als während der letzten großen Finanzkrise”, sagte die Französin im französischen Radio.
Allerdings sei der – absehbare – Sturz der Regierung Bayrou ein Risiko. Jeder Regierungssturz in der Euro-Zone sei ein Grund zu Besorgnis. Dies liege vor allem an den Märkten, die dann gegen das betroffene Land spekulieren.
Schon jetzt liegen die sog. “Spreads” – also die Risikoaufschläge bei den Anleihezinsen – in einem problematischen Bereich. Sie beobachte die Spreads bei den französischen Staatsanleihen genau, so Lagarde.
Eingreifen will sie aber offenbar nicht. “Es sind die Märkte, die in allen Situationen dieser Art das Risiko bewerten”, fügte sie hinzu.
Die Religion der Märkte – sie wird auch nach der globalen Finanzkrise gepredigt, sogar in der EZB. Dabei sollte sie doch aus der Euro- und Schuldenkrise in Griechenland gelernt haben…

Moneymaker
3. September 2025 @ 17:05
Nicht nur in F ist die Kacke am dampfen. Nein, es braut sich eine gigantische Finanzkrise auf, die das Kartenhaus zusammenbrechen lassen könnte.
Hier der Kommentar zur Finanzverfassung
in Wallstreet online.
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/19848309-bridgewater-gruender-ray-dalio-warnt-steuern-groesste-schuldenkrise-zeiten
Helmut Höft
2. September 2025 @ 05:14
“Ich glaube, dass …” Die Juristin glaubt, sie weiß nicht aber sie glaubt! Da wird es Zeit, dass man sich ernsthaft Sorgen macht! Und dann noch die Troika nach Fronkreisch – ach nee, geht ja nicht, der Schübülü iss ja schon dod.
Jaja die „Spreads“ … der €uro, diese Fremdwährung für alle, dieses Vehikel „zu teuer
für die einen, zu billig für Deutschland – und damit eine Exportförderung ersten Ranges; der €uro, diese Missgeburt. Exportförderung via Russland (billige Energie): weg! Exportförderung via billiger (Fremd-)Währung; früher oder später auch weg! Deutschland im Frühwinter. Dazu kommt unfähiges, unwilliges und böswilliges Personal an allen Fronten!
Thomas Damrau hat den aktuellen Stand vortrefflich zusammengefasst: https://lostineu.eu/neues-vom-wirtschaftskrieg-277-trump-plant-energiedeal-mit-putin/ dort: 28. August 2025 @ 08:56
KK
1. September 2025 @ 19:38
“Die Religion der Märkte”
In dieser Religion werden nicht in erster Linie Ketzer verbrannt, sondern vorrangig das Geld… jedenfalls das der Mehrheit, einige wenige vergolden sich freilich ihren Arsch!
Guido B.
1. September 2025 @ 19:05
Emmanuel Macron hat Ursula von der Leyen geholfen, das EU-Kommissionpräsidium zu ergattern, damit Christine Lagarde das EZB-Präsidium ergattern kann. Jetzt darf Uschi die EU in einen Krieg gegen Russland dirigieren, dafür sorgt Christine dafür, dass Frankreich nicht pleitegeht. Das nennt man Leadership Excellence.
ebo
1. September 2025 @ 19:29
Ironie der Geschichte!