Krieg um die Ukraine: Taurus statt Tomahawks?

US-Präsident Trump will vorerst keine Tomahawk-Marschflugkörper an die Ukraine liefern. Kanzler Merz zeigte sich enttäuscht – aber auch entschlossen. Springt er mit dem deutschen Taurus ein?

Seit Tagen kursieren Gerüchte, dass Trump die Tomahawks nur deshalb ins Gespräch gebracht hat, um Russland und Deutschland unter Druck zu setzen.

Russland soll zurück an den Verhandlungstisch gezwungen werden – was offenbar gelungen ist. Jedenfalls soll es ein Gipfeltreffen in Budapest geben.

Deutschland soll unter Druck gesetzt werden, den Taurus an die Ukraine zu liefern. Kanzler Merz hatte dies versprochen, war dann aber zurückgerudert.

Selenskyj plant Offensive – wie 2024

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Geht die ganze Geschichte nun wieder von vorn los? Einige Indizien sprechen dafür. So erklärte Präsident Selenskyj, dass die Ukraine eine Offensive plant.

Das hatte er schon 2024 angekündigt, in seinem berüchtigten “Siegesplan”. Nun wiederholt er es – obwohl sogar britische Militärs einräumen, daß die Ukraine diesen Krieg nicht gewinnen kann.

Aufhorchen läßt auch die Reaktion des Kanzlers. Er werde sich nun dafür einsetzen, die Ukraine mehr denn je „finanziell, politisch und natürlich auch militärisch“ zu unterstützen, sagte Merz.

Warum spricht Merz von “Kapitulation”?

Eine Kapitulation der Ukraine sei keine Option, weil Russland dann das nächste europäische Land angreife. Doch wieso spricht Merz von Kapitulation?

Die hat niemand gefordert, nicht mal Trump. Wäre ein schnelles Ende des Krieges, bei dem die Ukraine viele Gebiete abgeben müsste, eine “Kapitulation”?

Ist die Abtretung des Donbass, wie sie Russland erneut fordert, für Merz inakzeptabel? Wenn ja, dann müsste er seinen Einsatz deutlich erhöhen, womöglich auch mit Taurus.

Vernünftiger wäre es allerdings, den Widerstand gegen eine Friedenslösung endlich aufzugeben und Selenskyj nicht immer wieder zu ermuntern, den Krieg weiterzuführen…

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P. S. Bei Miosga wurde wie erwartet der Taurus gefordert. G. Kasparow fordert ihn auch