Krieg gegen Iran: Merz bekommt Muffensausen

Nachdem er US-Präsident Trump zunächst noch einen Blankoscheck für den Krieg gegen Iran ausgestellt hatte, bekommt Kanzler Merz es nun offenbar mit der Angst zu tun.

Merz warnte vor einem „endlosem Krieg“ und dem Zerfall des Iran. Mit zunehmender Dauer und einer Ausweitung der Kampfhandlungen nähmen die Risiken für die Sicherheit Israels sowie der gesamten Golfregion zu, schrieb er in einer Erklärung.

Allerdings ist unklar, an wen sich Merz wendet. Wenn es ein Appell an US-Präsident Trump sein sollte, so kommt er zu spät. Trump hat die “bedingungslose Kapitulation” des Iran gefordert und gedroht, den Krieg zur Not bis September weiter zu führen.

Wenn Merz den israelischen Premier Netanjahu gemeint haben sollte, so stößt er auf taube Ohren. In Israel ist mittlerweile von der “systematischen” Vernichtung des iranischen Regimes die Rede – und von “anderen Zielen”.

Die israelische Armee werde den Krieg “mit all unserer Kraft” fortsetzen, sagte Netanjahu in einer Fernsehansprache. “Wir haben einen systematischen Plan, um das iranische Regime auszulöschen und viele andere Ziele zu erreichen.”

Am wahrscheinlichsten ist, daß Merz auf das heimische Publikum zielt – am Sonntag ist eine wichtige Landtagswahl in Baden-Württemberg. Und eine klare Mehrheit der Deutschen lehnt den amerikanisch-israelischen Angriffskrieg ab

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