Krieg der Worte um Gibraltar

“The party is over”: Mit diesen Worten hat Spaniens Außenminister Garcia-Margallo eine härtere Gangart gegen die britische Kronkolonie Gibraltar angekündigt.

Auf den ersten Blick geht es dabei nur um einen Fischereistreit. Gibraltar hat ein künstliches Atoll im Mittelmeer geschaffen, die Spanier sind damit nicht einverstanden.

Doch der Konflikt geht viel weiter. Es geht auch um das britische Steuersparmodell, und um die Souveränität Spaniens. Deshalb ist der kleine Konflikt auch zum Krieg der Worte eskaliert.

Gibraltars Regierungschef Ricardo verglich Spanien mit Nordkorea (!) und drohte, den Spaniern das Leben zur Hölle zu machen, wenn sie das umstrittene Atoll antasten.

Ein Fall für die EU, sollte man meinen. Schließlich hat sie den Friedensnobelpreis erhalten – und rühmt sich, Konflikte auf aller Welt zu entschärfen.

Doch diesmal hält sie sich raus. Die EU-Kommission ließ kurz mitteilen, dass Gibraltar “angemessen” reagieren solle, das war’s. Das Thema Steuerflucht erwähnte sie nicht einmal – mehr dazu hier

 
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