UK, Kanada und Australien erkennen Palästina an – Deutschland isoliert
Einen Tag vor einem Gipfeltreffen in New York, das Frankreich und Saudi-Arabien ausrichten, haben auch Großbritannien, Kanada und Australien einen künftigen Staat Palästina anerkannt. Die Hoffnung auf eine Zweistaatenlösung müsse aufrechterhalten werden, erklärte der britische Premier Starmer. Die israelische Regierung arbeite systematisch daran, die Entstehung eines palästinensischen Staates zu verhindern, sagte der kanadische Regierungschef Carney. Deswegen erkenne Kanada nun einen palästinensischen Staat an. Demgegenüber hält Deutschland an seiner ablehnenden Haltung fest. Damit ist es zunehmend isoliert – nicht nur in der EU, sondern auch in der Uno und sogar in der G-7. Großbritannien und Kanada sind die ersten G-7-Nationen, die Palästina anerkennen.
Siehe auch “Eine unmögliche Israel-Politik” (Newsletter)

Thomas Damrau
22. September 2025 @ 12:15
Die deutsche Regierung hat inzwischen die Denkweise Netanjahus verinnerlicht:
— Wenn die israelische Armee ein Krankenhaus in Schutt und Asche legt: Da war bestimmt ein Hamas-Kämpfer im Keller versteckt.
— Wenn ein palästinensisches Kind zu Tode kommt: Das war ein künftiger Hamas-Terrorist.
— Wenn Gaza unbewohnbar gemacht wird und das Westjordanland filetiert: Nur so kann man verhindern, dass morgen die palästinensischen Horden die Existenz Israels gefährden.
— Wenn manche Länder auf das Existenzrecht der PalästinenserInnen pochen und eine Lösung ohne Völkermord verlangen: Das würde den Terror der Hamas belohnen.
— Wenn Israel und die USA den Iran angreifen: Das ist ein Präventivschlag, der einen iranischen Atomschlag verhindert hat.
Das sind alles schräge Denkfiguren – aber offensichtlich für die Herren Merz, Klingbeil und Wadephul ausreichend, um die eigene Selbstgerechtigkeit am Leben zu halten.
KK
22. September 2025 @ 13:27
„— Wenn die israelische Armee ein Krankenhaus in Schutt und Asche legt: Da war bestimmt ein Hamas-Kämpfer im Keller versteckt.
— Wenn ein palästinensisches Kind zu Tode kommt: Das war ein künftiger Hamas-Terrorist.“
Und wenn das Krankenhaus eine Geburtsstation hatte, hat man so verhindert, dass künftige Hamas-Terroristen überhaupt erst geboren werden… war da nicht woanders auch mal irgendwas mit Brutkästen?
hg
22. September 2025 @ 08:40
„Jede Kritik aus Deutschland an Israel wird als antisemitisch ausgelegt!“, Helmut Schmidt
Daher D und sein BK sind befangen und entziehen sich ihrer Verantwortung! Das ist überaus beschämend und zeigt keine Haltung und, was soll eine “ westliche Wertegemeinschaft sein?
Ulla
21. September 2025 @ 18:17
Ach was, Deutschland ist doch nicht isoliert, das buegelt die neue Praesidentin der UNO Vollversammlung wieder gerade, ich komm nur grad nicht auf den Namen, sorry!
ebo
21. September 2025 @ 18:49
Frau B. aus D. 🙂
KK
22. September 2025 @ 13:29
„…ich komm nur grad nicht auf den Namen…“
Als Eselsbrücke könnte ich ACAB anbieten…
Erneuerung
21. September 2025 @ 16:22
, bei den Briten wurde es auch höchste Zeit, denn die Staatsgründung Israels 1948 auf britischem Mandatsgebiet mit Nakba war keine zufriedenstellende Lösung, es hätte der Rest gleich als palästinensischer Staat mit vorgesehen werden müssen.
Michael
21. September 2025 @ 18:00
Und schon 31 früher , 1917, hieß es in der Balfour Declaration explizit :“… nothing shall be done which may prejudice the civil and religious rights of existing non-Jewish communities in Palestine … !“
Gehandelt hat die Kolonialmacht Great Britten nie nach ihren höchsteigenen Worten!