Bürgerbeauftragte wirft von der Leyen “Misswirtschaft ” vor – schon wieder

Die neue EU-Bürgerbeauftragte hat der EU-Kommission und ihrer deutschen Chefin schwere Versäumnisse bei der Vorbereitung von EU-Gesetzen vorgeworfen. Vor allem der so genannte “Omnibus” zur Vereinfachung wirft Probleme auf.

Beim Lieferkettengesetz, bei der Agrarpolitik und in der Migrationspolitik habe die Brüsseler Behörde schlampig gearbeitet, so die Bürgerbeauftragte Anjinho. Wegen der Eilverfahren habe es “prozedurale Fehler” gegeben.

Zudem habe die Kommission ihre eigenen Regeln zur “Better Regulation” übergangen. So fehlte es an der nötigen Transparenz. Das Europaparlament hatte sich darüber beschwert, NGOs haben die Bürgerbeauftragte angerufen.

“The Commission must be able to respond urgently to different situations, particularly in the current geopolitical context. However, it needs to ensure that accountability and transparency continue to be part of its legislative processes and that its actions are clearly explained to citizens,” sagte Anjinho.

Die Fehler seien als “Misswirtschaft” (maladministration) zu beurteilen, so die Bürgerbeauftragte. Zu ähnlichen Schlüssen war schon ihre Amtsvorgängerin O’Reilly gekommen. Damals ging es u.a. um den Impfstoffdeal mit Pfizer.

Es hat sich offenbar nichts geändert…