Drei Tage Streik in Belgien – De Wever antwortet mit neuen Sozialkürzungen
Das hat Belgien seit den wilden 80er Jahren nicht mehr erlebt: Die Gewerkschaften haben nicht einen, sondern gleich drei Tage „grève nationale“, also einen landesweiten Streik, ausgerufen.
Mit den Protesten, die am Montag begannen und bis Mittwoch dauern sollen, wollen die Arbeitnehmervertreter gegen die Austeritätspolitik der rechtsliberalen Regierung um Premier De Wever (N-VA, flämische Nationalisten) protestieren.
De Wever quittierte den historischen Streik auf seine Art: mit noch mehr Zumutungen.
Wenige Stunden, nachdem Eisenbahner, Bus- und Metrofahrer und andere öffentlich Bedienstete die Arbeit niedergelegt hatten, verkündete der Premier eine Einigung im wochenlangen Budgetstreit.
Sie sieht Einsparungen in Höhe von 9,2 Mrd. Euro vor. Die Maßnahmen, die bis 2029 umgesetzt werden sollen, bringen weitere soziale Einschnitte und Härten.
So sollen zwei Milliarden im Gesundheitswesen gekürzt werden. Die so genannte „Arizona“-Regierung will auch 100.000 Langzeitpatienten wieder in Lohn und Brot bringen, um noch mehr Geld zu sparen…

Arthur Dent
25. November 2025 @ 12:34
Die EU ist de facto pleite. Kanonen statt Butter, whatever it takes für die Ukraine. Die Schuldenberge werden immer höher. In Deutschland zeigt sich das am Streit um das Rentenpaket. Die “Ampel” hätte das Rentenniveau bis 2039 festgeschrieben. Jetzt sind 48 Prozent bis 2031 schon ein Problem.
Die EU darf demnächst die Kosten des Wiederaufbaus Ukraine übernehmen und sie auch noch Jahrzehnte weiter finanzieren. Da wird der Lebensstandard zumindest in Deutschland tüchtig sinken.
Man braucht ja auch noch Steuereinnahmen für vermurkste Energie- und Verkehrswenden, den Wasserstoff-Hochlauf, neue Gaskraftwerke. Deutschland hat seine funktionstüchtigen Kraftwerke stillgelegt und ganz ohne Krieg selbst in die Luft gejagt.
Wenn einem soviel Gutes wird beschert (wie die letzten drei Regierungen)…
Helmut Höft
25. November 2025 @ 12:09
Wer mehr zu diesen Machenschaften “Politniks mit Oligarchen und Ökonomiks Arm in Arm” der kann das u.a. hier nachlesen: Clara E. Mattei “Die Ordnung des Kapitals” https://brumaireverlag.myshopify.com/products/clara-mattei-die-ordnung-des-kapitals
Am Beispiel von I und GB wird gezeigt und umfangreich belegt, wie alle Errungenschaften der Lohnabhängigen in der Zeit zwischen 1910 und ’19 rückabgewickelt wurden. In I hat das definitiv zur Vorbereitung und Festigung des Faschismus geführt.
mic
25. November 2025 @ 10:44
Immerhin hat es in Belgien einen Streik gegeben.
So etwas wird in Deutschland nie passieren.
KK
24. November 2025 @ 21:53
Wer aufmuckt, bekommt die Knute. Wie einst im Feudalismus.
Arthur Dent
26. November 2025 @ 16:18
@KK
In Deutschland mucken die Gewerkschaften nicht mal auf – die merken den Frontalangriff auf den Sozialstaat nicht mal.