Die G7 laufen China hinterher
Die G7 sehen sich gern als Avantgarde der freien Welt. Doch bei ihrem Treffen in Cornwall laufen die USA, die EU und die anderen Mitglieder des G7-Clubs dem aufsteigenden China hinterher.
Dies zeigt sich an den Themen, die die G7 abarbeiten. Erst ging es um Impfstoffe. Um der angeblich so aggressiven chinesischen (und russischen) Impfstoff-Diplomatie etwas entgegenzusetzen, haben die G7-Länder ärmeren Ländern eine Milliarde Impfstoff-Dosen zugesagt.
Das ist zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, Experten kritisieren das Angebot als unzureichend. Doch es geht ja auch nicht in erster Linie darum, die Pandemie weltweit zu besiegen – sondern darum, China (und Russland) einzudämmen, vor allem in Afrika.
Auf Afrika zielt auch die Infrastruktur-Initiative, die US-Präsient Biden angestoßen hat. Es gehe darum, Hunderte Milliarden Dollar öffentlicher und privater Gelder für Investitionen in Entwicklungsländer aufzubringen, sagte ein US-Regierungsvertreter am Rande des G7-Gipfels.
Auch in der Bundesregierung war die Rede davon, dass die G7-Staaten etwa ihre Investitionen in Afrika stärker koordinieren sollten. Früher haben Frankreich und Großbritannien in Afrika den Ton angegeben. Nun ist dort China führend – die EUropäer und die Amerikaner laufen ihnen hinterher.
Last but not least versuchen die G-7, sich als demokratische Alternative zu autokratischen Regimes zu präsentieren. Auch das zielt auf China und Russland. Allerdings scheint die Demokratie-Initiaitive nicht einmal die Europäer zu überzeugen. In Umfragen äußern sie massive Zweifel an der Führungsrolle der USA.
Noch im Januar, beim Sturm auf das Kapitol, sah es sogar so aus, als könne die amerikanische Demokratie zerbrechen. Da wirkt es irgendwie nicht so überzeugend, wenn Biden sein Land als Leuchtturm der Demokratie präsentiert. Auch G7-Gastgeber Johnson ist nicht über jeden Zweifel erhaben…
Siehe auch “Bidens Gipfelshow”

13. Juni 2021 @ 14:10
Es freut mich, dass China den G7 indirekt in den Hintern tritt. Diese lächerliche Uneinigkeit der G7. China beschäftigt seine Industrie durch Investitionen in Afrika. Das Geld kommt großteils als Schöpfgeld von der chin. Staatsbank. Die G7 hinken lächerlich hinterher. Innerhalb der G7 ist man immer noch im monetären Denksystem der Hayek-Indianer verstrickt. Erst sparen und dann investieren. China schöpft dagegen Geld und investiert und erzielt dabei mehrere Vorteile. Erstens wird die eigene chin. Industrie ausgelastet, zweitens erobern sie so Afrika wirtschaftlich. Die EZB hätte genug Geld, ebenso wie China zu agieren, mit Großinvestitionen. Auf Zinsen sollte man verzichten, den Fehler macht China noch. Mit besserer Infrastruktur würde Afrika wie von Zauberhand in einem ersten enorm wichtigen Schritt wachsen, sogar aus eigener Kraft. Mangelnde Infrastruktur lähmt ein Land enorm, die eigenen Wachstumskräfte werden blockiert. Afrika benötigt z.B. ein großes Schienennetz über Land und Straßenbahnnetze in den großen Städten.