Deutscher Protektionismus

Nach Wirtschaftsminister Rösler läuft nun auch die deutsche Exportindustrie Sturm gegen EU-Strafzölle für China. Tausende Arbeitsplätze seien bedroht, warnt der BDI – und das sogar am Pfingstsonntag.

Dabei geht es nur um Solarpanele, die China nach Meinung der EU-Kommission zu Dumpingpreisen anbietet. Die wenigen verbliebenen deutschen und europäischen Anbieter dieser Branche unterstützen die Sanktionen.

Der BDI hingegen hat nicht wirklich Angst vor den EU-Zöllen, sondern vor den Repressalien aus China. Man möchte sich vor negativen Folgen etwa für die Stahl- und Autobranche schützen.

Zu gut deutsch nennt man das Protektionismus. Zwar nicht im üblichen Sinne – durch Abschottung von Märkten. Doch in der Praxis läuft es auf dasselbe hinaus. Allerdings täuscht sich der BDI im Ziel: Peking macht den Ärger, nicht Brüssel.

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