Barroso war kein Einzelfall

Der Wechsel des ehemaligen EU-Kommissionschefs Barroso zu Goldman Sachs in London war kein Einzelfall. Die “Drehtüren” von der EU in die Privatwirtschaft und zum Lobbying drehen sich immer schneller.

Die geht aus einer Untersuchung von “Transparency International” hervor. Ein Drittel der Ex-Komissare arbeitet nun für private Firmen, besonders beliebt sind Uber, ArcelorMittal, Goldman Sachs, VW und die Bank of America.

Noch öfter wechseln EU-Abgeordnete in den Lobbyismus. Immerhin 51 (von 485) sind nun im EU-Lobbyregister gemeldet. In Wahrheit dürfte die Zahl aber noch größer sein.

Der Seitenwechsel müsste eigentlich kein Problem sein – wenn nicht fast alle in der Brüsseler Blase blieben und ihr EU-Wissen verscherbeln, um wiederum die EU zu beeinflussen.

Immerhin hat die EU-Kommission schärfere Regeln angekündigt. Die “Abkühlphase” für Ex-Kommissare wird von 18 Monaten auf 2 Jahre verlängert, für den Kommissionschef sogar auf 3 Jahre.

Angeblich sind das die schärfsten Regeln weltweit. Im Europaparlament hingegen gibt es bisher keine Schranken. Der Bericht heißt denn auch “Access all Areas” (Link folgt)

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