Abschiebelager: Nun sucht die EU “willige” Drittstaaten
Die EU hat den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht. Erst öffnete sie den Weg für Abschiebelager (“return hubs”) für unerwünschte Flüchtlinge – nun sucht sie “willige” Drittstaaten, die diese Lager beherbergen könnten.
Doch bisher haben sich noch keine Kandidaten gefunden. Entsprechende Bemühungen Italiens (in Albanien) und des Nicht-EU-Staates Großbritannien (in Ruanda) erwiesen sich als kostspielig und rechtlich heikel.
Innenminister Dobrindt ist dennoch optimistisch, bis Ende des Jahres ein Land ködern zu können – mit Geld, versteht sich.
Als mögliche Standorte sind (trotz der britischen Probleme) Ruanda, Libyen, Mauretanien, Usbekistan und Äthiopien im Gespräch.
Sie sind nicht gerade als Hort von Freiheit und Menschenrechten bekannt, im Gegenteil…
Siehe auch “Wieso jetzt Lager kommen”
